Oder... wer bin ich?
...eine kurze Anmerkung, wir lesen eine schöne Charaktergeschichte natürlich auch ganz gerne in denen im großen und ganzen die einzelnen Fragen beantwortet werden, wichtig ist es für uns ein Bild des Charakters zu erhalten. Die Alternative wäre eben den Fragenkatalog abzuarbeiten.
Der Mensch
Selbst wenn die sterbliche Existenz schon einige Zeit zurückliegt, so liegen doch darin die eigenen Wurzeln tief verbunden. Die Kultur, in der man aufgewachsen ist und welche die Welt dich geprägt hat. Die Erfahrungen, welche die eigene Persönlichkeit geformt haben. All das liegt jenem Menschen zugrunde, der man einst gewesen war. Was ist davon noch erhalten? Wieviel lebt in einem noch fort? Vor allem aber, was war es an einem, als man noch selbst zu den Sterblichen zählte, das den Erzeuger dazu bewog einem das Geschenk des Blutes zu machen.
- Wie ist der Geburtsname deines Charakters ? Wo und wann wurde er geboren?
- Wer waren seine Eltern? Wie war sein Verhältnis zu ihnen?
- Hatte er Geschwister? Falls ja, wie war sein Verhältnis zu ihnen?
- Welche Erziehung und Ausbildung hat er genossen?
- Wer waren seine Freunde? Wie war / ist sein Verhältnis zu ihnen?
- Wie sah seine Kindheit und seine Jugend im Gesamten aus?
- War er verheiratet? Falls ja, wie war oder ist das Verhältnis zu seinem Ehepartner?
- Hatte er Kinder? Falls ja, wie war oder ist sein Verhältnis zu ihnen?
- Gab oder gibt es andere Personen in seinem Leben, die ihn stark beeinflusst haben oder zu denen er ein besonderes Verhältnis hat oder gehabt hat?
- Wie sah der Rest seines menschlichen Daseins aus?
- Was machen die Mitglieder seiner Familie jetzt?
- Was waren seine Interessen, Ziele, Ideale und Ängste, die er als Mensch hatte?
- Hat er versucht seine Ideale und Ziele umzusetzen?
- Was hat ihn als Mensch ausgezeichnet?
Die Veränderung
Was kann einschneidener sein, als jener Wechsel zwischen Leben und Tod? Die Erfahrung einer vollkommen neuen Existenz? Die Frage, nach dem eigenen Selbst. Was blieb einem erhalten, was hatte sich verändert. Wer oder was war man geworden? Es scheint einem manchmal, als würde man die Welt zum allerersten Mal erblicken. Als wäre sie einem fremd geworden. Dabei ist es nicht die Welt gewesen, die sich verändert hatte. Man war es selbst.
- Wann, wo und warum wurde der Charakter erschaffen?
- Wie hat er sich nach dem Kuss psychisch und physisch verändert ? Wie hat er die Veränderung empfunden?
- Wie hat sich sein Leben, sein Verhalten und seine Umgebung nach dem Kuss verändert?
- Was hat ihn sein Erzeuger gelehrt, was nicht?
- Wie habt sich seine Ansicht und sein Verhältnis gegenüber Kunst, Musik, Religion, Geschichte, Sprachen, Politik, Technik und Wissenschaft nach seinem Kuss verändert?
Der Vampir
Eine zweite Kindheit, die man in dieser neuen Existenz hinter sich bringen muss. Sie ist bei jedem anders, aber es sind immer neue und einschneidene Erfahrungen. Aber nichts gleicht jenem Augenblick, egal ob er schlicht gehalten war, erlogen oder in einem feierlichen Rahmen stattfand, an dem der Freispruch erfolgte. Die Anerkennung eines eigenen Status. Die Verantwortung selbst zu tragen für die eigenen Taten und Handlungen. Gleich wie alt man wird, dies bleibt unvergessen. Was ist es, das man mit dieser Freiheit und Verantwortung zu tun gedenkt? Was hat man damit schon getan?
- Wann und unter welchen Umständen wurde der Charakter freigesprochen?
- Wie sah seine vampirische Existenz bisher aus?
(Status, Ämter, Domänen, Stadt der Freispruch, etc.) - Auf welche Bereiche hat der Charakter Einfluss und auf welche Mittel greift er zurück, um diesen zu bewahren ? (politisch, wirtschaftlich, gesellschaftlich etc. / Bestechung, Blutsband, Beherrschung etc.) ? Woher bezieht er seine Ressourcen ?
Der Tod
Jeder, der schon einmal in Hunger und Gier, in Blutrausch einem Menschen das Leben genommen hat. War es Notwendigkeit oder gar grausame Lust? Wieviel lebt in einem noch? Diese leise Stimme in einem, welche manchmal Gewissen genannt wird, erschauderte sie vor dem Tier in einem? Oder besaß man nicht einmal zu Lebzeiten ein Gefühl für Recht und Unrecht? Zeigt einem nicht manchmal die Leichtigkeit, mit der man den Tod bringt auch die Gefahr der Vernichtung, in der man selbst ständig schwebt? Oder belügt man sich? Verweilt lieber in der Illusion niemals zu töten, niemals selbst dem Tode ausgesetzt zu sein. Das Stillen des eigenen Hungers bringt schließlich den Sterblichen Lust und keinen Schmerz, ist es also nicht alleine deswegen Rechtens?
- Welche Einstellung hat dein Charakter zu seinem endgültigen Tod (Ängste, Religöse Vorstellungen etc.)?
- Welche Einstellung hast er zum Töten von Menschen bzw. zum Vernichten von Kainiten?
- Hat er bereits getötet (Notwehr, Raserei, Hunger, Lust, etc.)?
- Hat er bereits viele wichtige Personen im Laufe seiner Existenz (Menschen und Kainiten) verloren? Welche Auswirkungen hatten diese Verluste auf ihn?
Die Anderen
Das eigene Selbst wird doch vor allem auch durch die Umwelt definiert. Wie einen die anderen sehen, auf einen reagieren. Auf eine Aktion folgt eine Reaktion. Entdecken wir uns nicht jedes Mal neu durch die Sichtweise eines Anderen? Durch die Spiegelung des eigenen Selbst in dessen Augen? Grenzen und Regeln sind einem nicht angeboren und werden auch nicht durch das Blute vermitteln. Sie werden einen gelehrt. Man wächst mit ihnen auf. Lernt diese zu verinnerlichen und funktionierender Teil der Gesellschaft zu werden oder man wird ewig Außenseiter sein, wenn nicht gar als störendes Element vernichtet. Dabei ist es gleich welcher Gesellschaft man angehört. Jede hat ihre eigenen Regeln und Gesetze. Doch wenn die Umwelt einen verändert und formt, wie ist der eigene Einfluss ? Wie verhält man sich selbst den Anderen gegenüber?
- Was für ein Kainit ist der Erzeuger des Charakters ?
- Wie war sein Verhältnis zu ihm zu Zeiten seiner Erschaffung? Wie hat das Verhältnis sich im Laufe der Zeit verändert? Wie sieht es momentan aus?
- Hatte / Hat er noch andere Mentoren in der Kainitischen Gesellschaft?
- Gab oder gibt es noch andere bedeutende Kainiten, die ihn beeinflusst haben?
- Welche Verbündete hat / hatte sein Erzeuger? Welche Feinde?
- Im welchem Verhältnis stehen die Verbündeten oder Feinde seines Erzeugers zu ihm?
- Hatte / Hat sein Erzeuger noch andere Kinder? Falls ja, wie war / ist sein Verhältnis zu ihnen?
- Hat er Verbündete? Falls ja, was hat dazu geführt?
- Hat er Feinde ? Falls ja, wie hat er sich diese zugezogen?
- Hat er Ghule? Falls ja, was sind das für Menschen (Name, Wohnort, kurze Beschreibung) ? Welches Verhältnis hat er zu ihnen?
- Hatte er schon mit anderen übernatürlichen Wesen Kontakt, was weiß er über den Rest der Welt der Dunkelheit und woher?
Die Gewohnheiten
Stammen diese noch aus sterblichen Zeiten? Oder fehlt ihnen jegliche menschliche schon? Wie starr sind sie geworden, Tod im Grunde und unveränderbar? Wie sehr Vorhersehbar? Ist es Wandel der einen treibt? Von einem Extrem ins Andere? Wie sehr kann der eigene Schritt noch mithalten mit den Veränderungen und Entwicklungen der sterblichen Welt? Die eigenen Gewohnheiten, wie sehr bestimmen sie die eigene Persönlichkeit oder spiegeln diese wider? Wie wichtig sind sie einem?
- Wann und wo und von welchen Personen ernährt sich der Charakter?. Gibt es etwas das er verabscheut?
- Wie verbringt er seine Zeit, wenn er nicht in Elysien ist?
- Welche Vorlieben hat er?
- Welche Abneigungen?
- Wo ist seine Zuflucht? Wie ist sie gesichert? Wie sieht es mit Geheimhaltung aus?
- Mit welchen Kulturen ist er in Kontakt gekommen, haben sie ihn beeinflusst?
Die Motive
Wer ist man selbst? Wie sieht die eigene Persönlichkeit aus? Kennt man seine eigenen Schwächen? Belügt man sich selbst, was diesen anbelangt oder heißt man sie gar willkommen als einen letzten Rest Menschlichkeit? Schätzt man seine eigenen Stärken realistisch ein? Was sind sie, was macht einen aus? Kennt man die eigenen Grenzen oder würde man vor lauter Selbstüberschätzung mit einem Lächeln gen Abgrund gehen? Es sind all diese kleinen Facetten, welche im Ganzen die eigene Persönlichkeit bilden.
- Was treibt den Charakter an?
- Was lässt ihn weinen?
- Was lässt ihn lachen?
- Was lässt ihn wütend werden?
- Was will er von seiner Existenz?
- Wovor hat er Angst?
- Was lässt ihn hoffen?
- Woran glaubt er?
- Welche Moralvorstellungen hat er? Inwieweit hält er sich an jene?
Die Ansichten
Wer ist schon ohne Vorurteil? Ein jeder ist geprägt von den Meinungen der Anderen. Sei es in Zustimmung oder Ablehnung. Manchmal merken wir auch gar nicht, wie sehr uns manch Wort beeinflusst hat in unserer Denkweise. Beherrschen uns unsere Ansichten oder stellen wir uns ihnen bewusst ? Wieviel davon ist auf eigenen Erfahrungen begründet und wieviel einfach nur Mitläufertum ?
Was denkt und weißt der Charakter über ...
... die Camarilla ?
... ihre Gesellschaf ?
... den Sabbat?
... Brujah?
... Gangrel?
... Malkavianer?
... Nosferatu?
... Toreador?
... Lasombra?
... Tzimisce?
... Tremere?
... Ventrue?
... Giovanni?
... die Clanlosen?
... Anarchen?
... die Ahnen?
... Jäger?
... Ghule?
... sein menschliches Dasein?
... den Kuss ?
... das Unleben un die Ewigkeit?
... sich selbst ?