
Der Farbige kam mit Friedrich von Sachsen nach Leipzig. Seine Vergangenheit ist nicht weniger unbekannt, als die des neuen Prinzen, für welchen jener als eine Art rechte Hand agiert. Böse Zungen würden ihn vielleicht auch einfach nur als dessen Mädchen für alles bezeichnen. Weder der Status,
sein Alter, noch der Clan der etwa 1,85 großen Gestalt sind bekannt. Etwas das sich auch beim Austausch ritueller Höflichkeiten nicht ändert, in denen er sich einzig mit seinem Namen vorstellt und sich selbst als die Hand des Prinzen bezeichnet.
Ein „Titel“ welcher niemals in irgendeiner Form vom Prinzen der Domäne offiziell bestätigt wurde. Und da die Verbindung zum Herren der Domäne, jedenfalls lauten so die Gerüchten, einzig über seine Person hergestellt werden kann, mag dieser Umstand für gewisse und vielerlei Hinsicht für Spekulationen sorgen.
Die schwarzen Augen des Mannes sind von einer trügerischen Ruhe geprägt, erscheinen wach und aufmerksam. Sehr aufmerksam. Die Stimme ist von einem ruhigen Charakter gezeichnet, zeugt von Selbstsicherheit. Ein Eindruck, der sich in der gesamten Haltung des Afrikaners wiederfindet. Die Haare sind kurz und dem Gesicht nach zu urteilen mag jener dem Tod mit Mitte dreißig das erste mal begegnet sein.
Gerüchten zu Folge soll er bei den Sitzungen des Erstgeborenen Rates als auch denen des Clans Ventrue anwesend sein. Angeblich soll er sich sogar in der ersten Zeit nach dem Machtwechsel um die Eingliederung neuer Mitglieder der Domäne gekümmert haben.
Fernab seiner Pflichten scheint Pretorius keinerlei Interesse an der Gesellschaft der Unoten und den Umgang mit den Mitgliedern dieser sein eigen zu nennen und verbringt seine Zeit vorzugsweise fern ab dieser.
Weiß und Schwarz scheinen die einzigen „Farben“ zu sein mit denen er etwas anfangen zu weiß. Gekleidet ist der penibel wirkende Farbige stets in maßgeschneiderte Anzüge. Insgesamt mag es so wirken, das jener einen Art „Ordnungstick“ sein eigen nennt.