Der Spaziergänger wird von dem regelmäßigen Klacken seines Gehstocks begleitet. Bei jedem Schritt macht es Tock, immer wieder Tock. Ein beruhigendes Geräusch in seiner Regelmäßigkeit.
Wirklich zu brauchen scheint der bleiche Herr seine Gehhilfe aber nicht – er läuft ganz ohne körperliche Beschwerden wie etwa ein Hinken. Seine grade, fast steife Haltung ist von selbst aufrecht, der Rücken ohnehin gerade durchgedrückt.
Der Rohrstock hat ihm die krumme Haltung früh ausgetrieben, der sprichwörtliche Besen könnte sich ein Beispiel an ihm nehmen.
So zeigt sich zwar der Wohlstandsbauch deutlich und der Frack spannt etwas zwischen den Knöpfen, doch nur so lässt sich der Vatermörderkragen aushalten. Am Kinn endet der erst, erwächst direkt aus dem weißen Hemd und erzwingt eigentlich diese Hochnäsigkeit – anderfalls drückt er die Kehle zu sehr. Schwer ist es nur vorstellbar, dass er den Kopf mit diesem Ding weit senken oder bewegen könnte.
Umso verwunderlicher ist die Fleckenfreiheit seiner Kleidung. Der Frack ist tadellos gepflegt, nicht ein kostbarer Tropfen ging daneben und befleckte das Leinenhemd und die Stiefelletten sind so auf Hochglanz poliert, dass sie tagsüber sicher blenden würden. Sicher hat ihm die Prügel auch diese Sauberkeit eingegeben.
Während des Spazierens murmelt er anscheinend gerne, man kann ihn aus wenigen Schritten Entfernung hören. Einzelne Worte lassen sich zumeist nur schwer ausmachen, es bleibt nur die Erinnerung an eine tiefe und geschmeidige Stimme, die das Reden gewöhnt scheint.

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