
Der Name von Richthofen tauchte in den letzten Jahrhunderten immer wieder in der Geschichte dieses Landes auf. Unbestritten gehörte Manfred von Richthofen, welcher den meisten einfach nur als „der rote Baron“ im Gedächtnis geblieben ist, zu den promineteren Familienangehörigen des vergangenen Jahrhunderts. Was die Adligen dazu bewogen hat aus der Schweiz nach Deutschland zurückzukehren und sich insbesondere in Leipzig niederzulassen, weiß man nicht. Was jedoch bekannt ist, ist der Umstand, dass die Familie als sehr vermögend gilt und dabei ist in ihre neue Wahlheimat großzügig zu investieren.
Man sagt ihnen nach mit einer gewissen Vorliebe auf vielerlei Hochzeiten zu tanzen. Die Politik und Wirtschaft scheinen jedoch die bevorzugten der öffentlichen Bühnen zu sein, auf welchen sie sich gerne präsentieren und auch zu überzeugen wissen. Aber auch für den kleinen Mann, so erzählt man sich, mögen die von Richthofens ein offenes Ohr zu haben. Sie gelten als sozial engagiert, veranstalten immer wieder Spendengalas und setzen sich für die Armen und Benachteiligten der Gesellschaft ein.
Keine Eskapaden, keine schlechte Presse. Immer freundlich. Immer lächelnd und gut gelaunt. Wortgewandt, sympathisch, etc, etc. Fast schon langweilig ideal. Oberflächlich betrachtet mag die Familie gerade zu perfekt erscheinen. Doch wie sagt man so schön: Es ist nicht immer alles Gold, was glänzt.
Das sich hinter der Fassade mehr verbirg,t als das nach außen hin projetzierte Bildnis, mag der ein oder andere Sterbliche erahnen, für die Untoten Bewohner der Stadt jedoch ein offenes Geheimnis sein. Die Familie und seine Mitglieder gehören ganz offiziell zum Gefolge des Prinzen der Domäne. Es gibt Gerüchte darüber das Friedrich von Sachsen selbst aus ihren Reihen stammt. In wie weit jene im gesamten um dessen wahre Natur oder überhaupt um dessen Existenz wissen, ist jedoch mehr als unklar. Und so ist der Umgang aus diesem und vielen anderen Gründen für die Mitglieder Domäne mit denen von Richthofens eine mehr als heikle Angelegenheit. Vermutlich ist es weiser einen großen Bogen um sie zu machen.