1701 Die Straßenbeleuchtung wird installiert. Leipzig kann sich fortan mit Paris vergleichen. Telemann gründet das "Collegium musicum".

1723 Johann Sebastian Bach ist bis zu seinem Tod 1750 Thomaskantor und "Director musices". Unter seiner Leitung entstehen bekannte Werke wie das Weihnachtsoratorium. Bis zum heutigen Tage findet jährlich zu seinen Ehren das Bachfest in Leipzig statt. 

1756-1763 Während des 7-jährigen Krieges wird Leipzig mehrfach von den Preußen besetzt. 

1765 Johann Wolfgang von Goethe studiert bis 1768 an der Leipziger Universität. Während dieser Zeit verkehrt er oftmals in Auerbachs Keller, einem Weinlokal, einem späterem Handlungsort seines bekannten Dramas "Faust". Das Lokal existiert noch heute. 

1813 Völkerschlacht bei Leipzig, bei der im Zuge der Befreiungskriege die gegen Napoleon verbündeten Heere Österreichs, Preußens, des Russischen Reichs, Schwedens und deutscher Patrioten dem napoleonischen Frankreich und seinen Verbündeten, darunter dem Königreich Sachsen, eine entscheidende Niederlage beibrachten. Am 19. Oktober 1813 wurde der sächsische König Friedrich August. I in Leipzig gefangengenommen.

1831 Die sächsische Städteordnung tritt in Kraft. Leipzig erhält somit eine gewählte Städteverordnungsversammlung sowie einen Bürgermeister.

1835 Felix Mendelssohn Bartholdy wird bis zu seinem Tod 1847 Gewandhauskapellmeister

1839 Eröffnung der Leipzig-Dresdner Eisenbahn als erste Eisenbahnfernstrecke Deutschlands. Leipzig entwickelt sich damit zunehmend zu einem bedeutendem Verkehrsknotenpunkt. 

1845 Im Zuge des Besuchs von Prinz Johann kommt es zu Ausschreitungen mit Todesopfern sowie zu nachfolgenden Protesten gegen die sächsische Regierung. Die Vorkommnisse werden als Leipziger Gemetzel bekannt.

1863 Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins und Vorgängerorganisation der heutigen SPD

1899 Bau des Neuen Rathauses anstelle der alten Pleißenburg. 

1913 Errichtung des Völkerschlachtdenkmals.

Die Einwohnerzahl Leipzigs erreicht vor dem 2. Weltkrieg 700.000 und lässt damit die Stadt zur fünftgrößten des deutschen Reiches werden. Leipzig wird bedeutender Standort für den Flugzeugbau sowie für Buch- und Druckerzeugnisse. Die Deutsche Bücherei wird wichtigste Sammlung deutschsprachiger Druckerzeugnisse.

1937 Leipzig wird Reichsmessestadt.

1943 Bislang schwerster Fliegerangriff auf die Stadt. Über 1.800 Menschen sterben. Besonders im Stadtzentrum werden viele historische Gebäude völlig zerstört. 

1944 Zweiter großer Fliegerangriff auf Leipzig. 1000 Menschen sterben.

1945 Im Zuge von Kriegsendphaseverbrechen werden in denen auf Stadtgebiet befindlichen Außenlagern des KZ Buchenwald 85 Menschen ermordet. Am 1. April besetzt die US Army die Stadt und schlägt ihr Hauptquartier im Hotel Fürstenhof auf. Am 2. Juli übernimmt die sowjetische Armee die Stadt als Bestandteil der sowjetischen Besatzungszone. 

1946 Wiedereröffnung der Universität.

1952 Leipzig wird Bezirksstadt.

1955 Das Zentralstadion wird errichtet.

1960 Eröffnung des Opernhauses an der Stelle des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Neuen Theaters.

1969 Die S-Bahn wird eröffnet.

1981 Einweihung des Neuen Gewandhauses.

1982 Beginn der Friedensgebete in der Nikolaikirche. 

1989 Die in der Nikolaikirche stattfindenden Friedensgebete und die sich anschließenden Montagsdemonstrationen auf dem Leipziger Ring werden der Ausgangspunkt der friedlichen Wiedervereinigung Deutschlands. Die Proteste werden als "Friedliche Revolution" bekannt. 

1996 Eröffnung des Neuen Messegeländes.

1997 Wiedereröffnung des neuen Hauptbahnhofs mit den integrierten "Hauptbahnhof-Promenaden" als modernes Shoppingcenter. 

1999 Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Friedlichen Revolution wird am 9. Oktober das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig eröffnet.

2005 Der Bundesgerichtshof kehrt von Karlsruhe nach Leipzig zurück.

2006 Die Russische Botschaft zieht von Berlin nach Leipzig um.
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