Das Neue Rathaus der Stadt Leipzig befindet sich innerhalb des Leipziger Innenstadtrings an dessen südwestlicher Ecke gegenüber des Bundesverwaltungsgerichts am Martin-Luther-Ring.

Im Jahr 1899 errichtete die Stadt Leipzig unter dem Stadtbaudirektor und Architekten Hugo-Licht auf dem Gelände der ehemaligen Pleißenburg innerhalb von nur 6 Jahren das neue Rathaus. Das im Stil des Historismus errichtete Gebäude umfasst auf einer Grundfläche von etwa 10.000m2 knapp 600 Räume und ist damit einer der größten Rathausneubauten der Welt. Der Turm in der Mitte des Gebäudes besitzt eine Höhe von 114 m. Die nachts bläulich beleuchtete Uhr enthält die Inschrift „Mors certa, hora incerta“ (Der Tod ist gewiss, die Stunde ungewiss).

Zum öffentlichen Bereich des Elysiums zählen das Haupttreppenhaus, die untere und obere Wandelhalle sowie der Turm mit seinem Aussichtsbalkon. Die Ratssitzungen selbst finden im Ratsplenarsaal statt, der jedoch der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist.
Als Zutrittsweg für kainitische Besucher dient ein Seiteneingang auf der Hugo-Licht-Straße am westlichen Teil des Rathauses.

In der Nacht ist alles still. An einem Ort, wo des Tages hektische Betriebsamkeit herrscht... Menschen, die eilen, Menschen, die hetzen... klingelnde Telefone, die unzähligen Geräusche von Absätzen auf dem Marmorfußboden, die die riesigen Räume bis zur Decke anzufüllen scheinen... kommt mit der Dunkelheit die Stille.



Die ersten Schritte führen zunächst in die untere Wandelhalle... ein Raum wie ein Gewölbe, wären die geschwungenen Decken nicht so hoch, die Wände nicht hell. Tagsüber fragen hier Menschen nach dem Weg, verloren in den Irrgärten des Rathauses, des nachts ist es einsam hier... doch nicht verlassen. Kronleuchter hängen von der Decke und spenden weiches Licht, das manche Kanten schwächer zeichnet, Nischen entstehen lässt, wo keine sind... Dunkelheit, die sich zu bewegen scheint. Sitzgelegenheiten gibt es hier einige wenige, geschwungene Bänke, die in den Fensternischen stehen.

Von der Wandelhalle gelangt man in die Haupttreppenhalle. Auch hier ist es der Eindruck von Stille, der sich fortsetzt... die eigenen Geräusche, die sich irgendwo unter der hohen Decke verlieren... das unwillkürliche Bedürfnis leise zu sprechen. Die grauen Marmorstufen teilen sich auf halber Höhe, um nun beidseitig weiter nach oben zu führen. Roter Teppich auf dem Stein dämpft die eigenen Schritte. Ansonsten herrscht weiter weiß vor, das das matte Licht der Lampen aufnimmt, es um die Bögen und Säulen fließen lässt, nur um irgendwo unter der Decke zu verschwinden.


Am oberen Ende des Treppenhauses befindet sich die obere Wandelhalle. Der rote Teppich verschwindet hier und jeder Schritt auf den roten Steinfliesen ist in der Lage die Stille zu durchbrechen. Auch hier prägen Säulen... Bögen.. weiche Formen das Gesamtbild, die Decke mit Jugendstilornamenten verziert. Eine Empore führt rund herum, von der es sich hinab sehen lässt... auf die, die unten stehen. Konzerte finden hier ab und an statt oder Ausstellungen, die sich auch des nachts noch bewundern lassen. Von der Empore aus findet man hinter Türen aus dunklem, schweren Holz Raum... für privates. Die Separees dahinter sind alle von gleichem Stil, dunkles Holz dominiert hier, auf dem Boden, an den Wänden. Schwere Vorhänge aus Samt, die das Licht aussperren oder den Blick auf die Stadt freigeben, ganz wie es gewünscht es. Teppiche, die die Schritte dämpfen... bequeme Sitzgruppen bezogen mit dunklem Stoff um ein kleines Tischchen drapiert. Unter sich ist man hier, zumindest es der Eindruck, der entsteht... geschaffen von kunstfertiger Hand.

Auf der rechten Seite führt eine kleinere Treppen durch einige weitere Gänge hinauf in den Turm, der das Gebäude krönt. Der Aussichtsbalkon, den man von hier erreichen kann, gewährt einen beeindruckenden Blick auf die nächtliche Stadt... bunte Lichter... die niemals gänzlich versiegenden Geräusche. Straßen, Häuserreihen. Die Menschen.

Nur... ein weiteres.
Spielbrett.

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