Pain & Beauty





Schmerz und Schönheit gehen Hand in Hand in diesem Tattoostudio, das in Little Tôkyô, einem rein japanischen, nicht gerade feinen Randbezirk von Chinatown gelegen ist. Ein kleines und beinahe zu übersehendes Backsteingebäude irgendwo in einer der unzähligen Straßen der Häuserschluchten von NY beherbergt diesen Seltsamen Ort. Zwei große Fenster Rahmen eine Glastüre ein, die man nur über Zwei Treppenstufen erreicht. Das Glas ist hier und da mit diversen Flyern, Postern und dergleichen beklebt, und durch die Türe kann man deshalb kaum noch herausschauen. Darüber hängt ein Schild, blutrot auf schwarzem Grund. Pain & Beauty. Willkommen.
Der Laden nicht sehr groß, aber sauber. Die gesamten Wände sind voll von farbigen Bildern und Fotos, sowohl schwarz weiß als auch in Farbe von tätowierten Menschen. Genau drei Glasvitrinen, den Kassenthresen mitgerechnet, füllten den Raum und ein mit schwarzem Leder gepolsterter Stuhl aus dunklem Holz, sonst nichts.
Zwei Türen gehen von diesem Raum ab, die eine führt in ein Kleines Büro, wie die Aufschrift auf der Türe vermuten lässt, die andere ist das Tor in das Reich der gewollten Schmerzen, den Tätowierraum, in dem auch gepierced wird. Ein Raum, dessen Wände in einem warmen, angenehmen dunkleren Rotton gestrichen sind. Auch hier hängen einige Bilder und Fotos, aber bei weitem nicht so viel wie im Laden selbst. Dafür gibt es in diesem Raum an Wänden und Decke mehrere Spiegel, ein Sideboard an einer Wand mit einem Wachbecken und zwei kleineren Hängeschränken darüber. Der Fußboden ist hier, wie auch im eigentlichen Laden, in einem gefließten Schachbrettmuster gehalten. In der Mitte des Raumes steht ein Art Liege oder Stuhl, je nachdem wie man die Einzelteile des Möbelstücks verstellt, der einem von einem Besuch beim Arzt bekannt vorkommt, dank der Farbe, schwarz, allerdings weniger steril und beängstigen.
Betrieben wird der Laden von dem Besitzer Jona Stanton, einem mit einer Japanerin verheirateten Amerikaner ende 20 irischer Abstammung. Er führt den Laden, der so etwas wie sein baby ist, quasi alleine mit einem Japaner zusammen, der dort sehr oft hilft. Ab und an ist auch noch eine Dritte, weibliche Piercerin und Tätowiererin dort tätig, aber ehr selten und meistens nur wenn einer der Beiden Herren wirklich krank sein sollte.
Einen gewissen Ruf kann man diesem Studio schon zuschreiben, sowohl im Viertel als auch in einem Kleineren Radius darüber hinaus, trotz der Gegend in dem es liegt. Man kann sich darauf verlassen, dass man sich hier nicht durch Unhygienische Zustände Krankheiten einfängt und dergleichen und man achtete darauf, keine all zu jungen Leute mit Körperkunst zu schmücken.


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