by Quasim ibn Sabah al-Ghazi » 14 Sep 2013, 08:25
Und da soll noch einer sagen, Schlangen wären blind.
Genau das Gegenteil war der Fall.
Sein aufmerksamer Blick streifte diesen und jenen, nur die wenigsten versteckten ihre Mimik vollständig. Nur hieß.... die Präsentation einer Mimik natürlich noch lange nicht, dass diese auch die Wahrheit sprach. Quasims Blick hatte den Weg zur Erstgeborenen des Clans der Rosen gefunden, Signora Leta. Während sie es geschafft hatte, fast die gesamte Ansprache über regungslos zu bleiben und neutral dreinzublicken, war da doch das Senken der Lider im letzten Moment, der etwas zu verraten schien, oder den Eindruck erwecken sollte, etwas zu verraten. Mit seinerseits regungsloser Mimik folgte er dem Blick der Signora zu den Gangrel.
Die Gestalt von Julia Richter, laut Meinung der allermeisten Junggesellen sicherlich 'attraktiv' zu nennen, war die, an der die Schlange die nächsten paar Sekunden Aufmerksamkeit verschenkte. Es war ein starrer Ausdruck im Gesicht, durchaus geübt. Und doch, das kurze Zucken um die Mundwinkel, ein Lächeln vielleicht?, blieb ihm nicht verborgen. Der Blick wanderte weiter zu ...
... ihrer Clansschwester Rabea, die ihn mit ihren schwarzen Haaren an irgendetwas erinnerte ... er kam gerade nicht drauf. Darüber musste er nachdenken. Dennoch, diese Nachdenklichkeit zeichnete sich nicht auf seinem Gesicht ab. Stattdessen präsentierte die augenscheinlich junge Gangrel ihm und den anderen aufmerksamen Beobachtern ein deutliches Entgleisen der Gesichtszüge, als ... Tore Björnsson... erwähnt wird. Aha?! Der Blick zum Ancilla wurde ebenfalls wahrgenommen - mochte er etwa Verachtung herauslesen? - doch vorerst behielt er sich vor, die Niederen der Niedersten zu betrachten. Das führte seinen Blick zu ...
... Rafael. Der, der offenbar einen auf Anführer machte, so wie die anderen seines Clans sich positionierten und verhielten. Er blieb im Wesentlich ungerührt, davon abgesehen, dass sein Blick der von Mr. Freeze hätte sein können. Auch er schaute zum Ancilla, offenbar alles andere als amüsiert, und dass das Verschränken der Arme nur vordergründig der Bequemlichkeit diente, lernte man ja schon auf Seite 2 im nächsten Körpersprache-Leitfaden. Schließlich traf der Blick ...
... Balthasar, dem Ziel der Gangrel-Verachtung. Doch dort gab es nicht viel zu sehen, also heftete er sich, während von Richthofen weiter sprach und anderen Punkt erklärte, ausnahmsweise auf den Sprecher. Ausdruckslos und glatt, wie das Gesicht einer Schlange eben zu sein hatte, beobachtete er die fein einstudierten Bewegungen der Mimik des Dunkelhäutigen. Dann streifte der Blick das Mündel. Rein zufällig geriet ...
... Aurora Sutherland in seinen Fokus. Dieser Ausdruck von Vorfreude, ja vielleicht sogar Schadenfreude, wurde wohl registriert. Und als Fenneke dann sprach, sie wurde nur kurz Ziel seiner Aufmerksamkeit, konnte der Jünger beobachten, wie sich die Freude davon machte und Desinteresse sich breit machte. Erwartungen durchkreuzt? Warum wollte sie wie ein herzloses Biest wirken? Vielleicht, weil sie in Wahrheit gar keines wahr? Eine geistige Notiz später blickte er zu...
... Aaron, der sich minimal bewegt hatte; etwas, das in einem Raum voll starrer Anachronismen auffiel. Er hatte einen halben Schritt hinter die Erstgeborene gemacht; symbolisch zweifellos. Doch er bekam von ihm keine Anerkennung dafür, ganz im Gegenteil; gar nichts.