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[Mors certa, hora incerta] - Eröffnung, Versammlung 8/9/2006


Re: [Mors certa, hora incerta] - Eröffnung, Versammlung 8/9/

Postby Peggy Seligman » 09 Sep 2013, 17:32

Dann betrat eine attraktive Unbekannte, mit langen braunen Haaren, den Raum. Ihre weinrot geschminkten Lippen legten sich in ein verschmitztes Lächeln. Ihr enganliegendes Kleid, in derselben Farbe wie ihr Lippenstift, war hochgeschlossen und hatte lange Ärmel, endete aber über den Knien. Dazu trug sie einen wuchtigen, goldenen Ring samt passendem Armband und schwarze High-Heels, die ihrerseits wieder sehr gut zu einer kleinen Clutch passten. Ein fein-ziseliertes Schauspiel, das sowohl von Stil als auch von Geld kündeten.

Langsam setzte sie einen Schritt vor den anderen; nein, nicht vorsichtig, sondern eher sanft und geschmeidig – die High-Heels schienen dabei kein Problem für sie darzustellen. Genauso sanft blickte sie sich auch um, ganz so als würde sie jemanden suchen. Erkannte sie einen Höher gestellten zeigte sie den nötigen Respekt; aber es war offensichtlich: so unbekannt sie den meisten Besuchern war, so unbekannt waren diese ihr auch.
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Re: [Mors certa, hora incerta] - Eröffnung, Versammlung 8/9/

Postby Sevaleah Aiyana Greenstone » 09 Sep 2013, 18:17

Sevaleah hatte das Treiben und die Neuankömmlinge eine Weile begutachtet. Es wurde immer voller um sie herum und ihre Beobachtungen zeigten ihr, wer höher gestellt zu sein schien. Nachdem sie dazu gelernt hatte war es nun an der Zeit diesen ihren Respekt zu zollen. Als erstes ging sie auf die Toreador neben dem Thron zu. Sie schien die Hüterin des Elysiums zu sein. Mit einem entschuldigenden Lächeln für ihre verspätete Bekundung neigte sie ihr Haupt, wartete auf eine Reaktion und zog sich dann zurück. Weiter ihrer Runde folgend kam sie zum Erstgeborenen der Nosferatu und nickte ihm ebenfalls zu, kurz wartend ob er sie wohl wahrgenommen hatte. Als nächstes an der Reihe war der Blutvogt, der Ancilla des Gangrelclans, wieder neigte sie ihren Kopf. Kurz innehaltend, ob er ihr die verspätete Begrüßung wohl übel nahm. Dann machte sie sich auf zurück auf ihren Ausgangspunkt und ließ den Blick scheifen. Erwiderte begegnende Blicke mit einem leichten Lächeln. Sie legte es nicht darauf an im Laufe des Abends in ein Gespräch verwickelt zu werden, war dem aber auch nicht völlig abgeneigt. Vielleicht hielt die Nacht doch noch die ein oder andere Überraschung bereit und am Ende wäre Leipzig doch nicht der schlimmste Ort der Welt. Wenn auch der Zwang hierher gekommen sein zu müssen stets in den Gedanken hängen blieb.
Manchmal sagen die Leute, ich würde Indianer spielen. Das ist traurig. Ich glaube nicht, dass ich Indianer spielen muss. Ich bin eine. Ich bin, wer ich bin. Und ich bin stolz."
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Re: [Mors certa, hora incerta] - Eröffnung, Versammlung 8/9/

Postby Fenneke Janssen » 09 Sep 2013, 18:36

Weiß.

Als wär´s eine Form von Statement vielleicht. In all dieser Düsternis hat sie die Helligkeit gewählt... aber Mondkinder sind ja immer ein bisschen... bluna... anders. Ihr Kleid ist gerade geschnitten, mattweiß hebt es sich vor den dunklen Steinmauern ab wie Schaum auf einer Woge Meerwasser. Eins von diesen Etuikleidern ist es, knielang... ein bisschen bieder vielleicht. Unter der Brust verläuft ein kleines Band in türkis, von einer silbernen Brosche mit Perlen an Ort und Stelle gehalten. Um die schmalen Schultern trägt sie ein ebenso türkises Tuch, als fürchte sie zu frieren hier unten in dem Loch, in dem sie sich versammeln. Sie trägt Strümpfe und weiße Pumps, das weißblonde Haar kinnlang, der Pony kurz geschnitten, jedes Haar an seinem Platz.

Im Gegensatz zu all der versammelten Schönheit hier ist sie eigentlich nur Durchschnitt, wie sie da steht und schaut... die Einzelteile an und für sich nicht völlig verkehrt, große Augen, eine schmale Nase, aber es will nicht gänzlich passen. Als wär etwas falsch in ihrem Gesicht, etwas, das man nur aus dem Augenwinkel zu erblicken vermag... wenn man doch aus dieser Haltung wirklich hinsehen könnte. Makeup trägt sie keines, die Haut so blass, das sie durchscheinend zu erscheinen vermag... die weißblonden Wimpern lang und hübsch geschwungen, aber doch so hell, dass sie verschwimmen in der milchweißen Haut. Getuscht wären sie sicherlich ein Hingucker.

Ihre Schritte führten sie einen Weg entlang, der in gewisser Weise ein vorgezeichneter ist. Die schöne Toreador, der Brujahancilla, der Gangrel. Ebenso, dass der Dunkelhäutige ein Neigen des Kopfes erhält. Dann weicht sie ein, zwei Schritte zurück, ein Gespräch nicht suchend, aber auch keinem aus dem Weg gehend, sofern man dieses suchen würde... abwartend auf das, was da noch kommen würde.
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Re: [Mors certa, hora incerta] - Eröffnung, Versammlung 8/9/

Postby Zado » 09 Sep 2013, 20:09

Die ältere Dame legte schweigend eine violette Krawatte über die Lehne des Ledersessels. Zado hielt inne beim zuknöpfen des weissen Hemdes und betrachtete erst die Krawatte und dann seine Bedienstete...fragend.
„Das ist modern.“ erwiderte sie in dem Tonfall, in welchem man Kinder erklärte, dass gegessen werden müsse, was auf den Tisch kommt. Punkt um.
Schweigen.
„Gib mir eine Schwarze.“ verlangte er schließlich. Ihre Mundwinkel zogen sich nach unten, dann wandte sie sich ab, um kurze Zeit später mit der verlangten schwarzen Krawatte zurück zu kehren, welche sie ihm sogleich band. Nur um dann einen Schritt zurück zu treten und ihn zu mustern. Missbilligend.
Der schwarze Anzug, ziemlich modern. Tendenziell eher lässig den steif, aber durchweg den Ansprüchen einer angemessenen Abendgarderobe folgend.

„Das sieht nach Beerdigung aus.“ kommentierte sie.

Einige Augenblicke weiteres Schweigen in welchem sich die Beiden nur ansahen, dann stahl sich etwas amüsiertes auf seine Lippen. Zwei Schritte dann stand er bei ihr küsste sie auf die Schläfe. Nicht zärtllich. So wie man Familie küsst vielleicht. Das schwarze Haar wurde zusammengefasst und schaffte es gerade so zu einem kleinen Pferdeschwanz. Die Frisur des Abends.
Raus.



Zado ist der Letzte der erscheint. Zu Fuss offenbar, zumindest soweit man vom Elysium Sichtweite hätte. Eine selbstgedrehte Zigarette stirbt noch auf dem Weg bis zum Eingang.
Offenbar hat er viel Zeit der Gelehrte. Dem Begrüßenden bringt er diesen Moment Aufmerksamkeit entgegen, die man Dienstpersonal entgegen bringt, wenn man eine halbwegs gute Erziehung sein eigen nennt.
Schritt für Schritt hinab und weiter. Es scheint je tiefer es geht desto mehr Raum benötigt Zado für sich, als würde er größer oder der Gang kleiner. Fight Fire with Fire

Vor dem Tore hält er inne...blickt einfach nur in den Raum dahinter..die Toten...als betrachtete er ein Gemälde. Distanziert, wenn man so will .Zeit lässt er sich.
Zeit.

Dann als wäre er des Betrachtens müde tritt er ein. Gemächlich, als bewegte er sich auf heimischen Grund und Boden. Im Gehen wird der leere Thron begutachtet...länger als die restlichen neuen Einblicke die sich eröffnen, aber nicht zu lange.

Er findet seinen Platz weiter hinten im Raum...in der Mitte, gegenüber des Thrones, als wollte er die beste Position inne haben um....zu sehen, was da vorne passiert...vielleicht.

Auf dem Weg dorthin wird er Respekts bekundungen non-verbal erwidern, würden sie entrichtet. Ein Gespräch wird sich nicht entwickeln bis er denn steht.

So denn, wirkt er durchweg, als wäre er ansprechbar...wer ihn den anzusprechen gedenkt. Den Ancilla der Gelehrten.
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Re: [Mors certa, hora incerta] - Eröffnung, Versammlung 8/9/

Postby Signora Leta » 10 Sep 2013, 14:38

Die Neugeborenen vom Clan Gangrel, einer nach dem anderen zog an ihr vorüber. Rafael, Rabea ... keine Gesichter, die ihr unbekannt gewesen wären. Dann Lessa, welche sich verneigte und womöglich sogar vorstellte? Sollte sie dies getan haben, hätte die Signora die Förmlichkeiten sicherlich erwidert. In einem weit schöneren Rahmen und mit angenehmeren Worten, als dies so manch anderer Ancilla getan hätte und dennoch war da von Freundlichkeit keine Spur. Dass Balthasar den Saal betreten hatte, mochte die schöne Italienerin zur Kenntnis genommen haben oder auch nicht, ihr Interesse vermochte es nicht, in seine Richtung abzuschweifen. Julia wurde kurz gemustert, Griehv liess sie tonlos vorüber ziehen und Tae wurde beinahe schon herzlich und mit einem warmen Lächeln begrüsst.

"Das alles kommt einem doch fast ein wenig bekannt vor ..." sagte sie mit einem leisen Schmunzeln zu ihm und besah sich dann Peggy, welche es als Angehörige des Clans der Könige sicherlich ebenfalls nicht versäumte, sich bei der Toreador vorzustellen ... was in diesem Falle dann auch im üblichen Rahmen erwidert würde.

Dann schliesslich, als Sevaleah sich wieder in Bewegung setzte, sich verneigte und auf ihre Reaktion wartete, kräuselten sich die schön geschwungenen Lippen der Rose zu einem sachten Schmunzeln. Mit einer kaum merklichen Handbewegung bedeutete sie der jungen Brujah, doch ein Stück näher zu kommen ... und wenn Sevaleah das tat, würde ihr die Ancilla mit eben diesem Schmunzeln in der Stimme etwas ins Ohr flüstern [siehe PM @Sevaleah], betrachtete sie danach kurz, nur um sie dann weiter ziehen zu lassen.

Fenneke erhielt ein sachtes Nicken der Signora, ihr Äusseres weckte durchaus für einige Momente das Interesse der Toreador ... und Zado. Nun Zado war anwesend.
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Re: [Mors certa, hora incerta] - Eröffnung, Versammlung 8/9/

Postby Samuel Rosenbaum » 10 Sep 2013, 16:19

Aus der Dunkelheit heraus beobachtete Samuel die ankommenden Kainskinder. Die Dunkelheit war eine Erleichterung für das betrachtende Auge, so blieb doch die Abnorme Hässlichkeit des Nosferatu zu einem großen Teil in Finsternis gehüllt, doch war auch etwas beunruhigendes daran. Man fragte sich zwangsläufig, was da noch ekelhaftes und widerliches erscheinen würde, würde man den Saal nur in ein helleres Licht tauchen.

Die ankommenden Ancillae wurden mit dem nötigen Respekt versehen, die Neugeborenen lediglich gemustert. AUs seiner Miene konnte man nichts lesen, denn sie war grotesk und abstoßend...auch wenn sie vielleicht freundlich gemeint war.
Wenn Sie einmal die Hässlichkeit der Menscheit gesehen haben, dann sollte Sie dieses Gesicht nicht mehr erschrecken...
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Re: [Mors certa, hora incerta] - Eröffnung, Versammlung 8/9/

Postby Tae » 10 Sep 2013, 16:37

Die Szenerie und die einzelnen Veränderungen in dieser. Die Wege, die auf der einen Seite vorgezeichnet und auf der anderen verworren schienen. Die Gesten, die bei den Einen natürlich und bei den Anderen aufgesetzt oder gar zwanghaft in ihrer Natur anmuteten. Die Worte, die das Gehör streiften und jene die sich ihm entzogen. Details, die in Gedanken von ihm niedergeschrieben wurden. Einzig die Stimme der Signora, ließ die analytische Note von den Gesichtszügen des Koreaners weichen und stattdessen ein sanftes Lächeln über diese streifen. Nicht übertrieben, wie es in der westlichen Welt so häufig zu finden war, sondern schlicht und Aufrichtigkeit mitsichtragend.

Dem Gesagten wurde mit Zustimmung begegnet, auch wenn der Neugeborene seine Gedanken allem Anschein nach nicht in Silben umformte. Kaum merklich hob sich stattdessen eine der geschwungenen Augenbrauen, sodass das Lächeln an Intensität gewann. Das, was unausgesprochen blieb, würde sicherlich seinen Weg finden. Dezent, doch gerade deshalb mit Sicherheit umso bedeutsamer in seinem Wesen.

Unvermittelt legte die Aufmerksamkeit des Neugeborenen sich nur wenige ausbleibende Atemzüge später auf die fremde Gelehrte und deren Schritte, die schließlich zu der Erstgeborenen der Toreador führen mochten. Tonlos verloren die blassen Lippen des Chaebol-Erben ein Wort, das sich im Nichts verlor. Zumindest für den Moment, in dem bereits die nächsten Details zu dem Gebilde seiner Gedanken hinzugefügt werden würden. Alles nahm Gestalt an …
왕관을 쓰려는자, 그무게를 견뎌라. The one trying to wear the crown, must bear it's weight.

"The scariest thing in the world? Money.
Even so - If there's no greed, then there's no fear."
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Re: [Mors certa, hora incerta] - Eröffnung, Versammlung 8/9/

Postby Robin Monditi » 10 Sep 2013, 21:11

Hatte es gewartet? Hatte es Mitglieder gezählt? Es war nicht zu sagen, es tauchte in der Nähe des Elysiums auf, ein großer schwarzer Familienschirm hielt die Tropfen des Himmels von dem Körper fern. Als einer der letzten Gäste betrat es das Elysium, hinterlegte den Schirm und den wärmenden Mantel aus weißem Fell, Robbenbabys? Es würde so wenig zu dem menschlichen Sein des Rosenkindes passen.
Vielleicht als kleines gegenwicht zur eigenen Ancilla kam Robin fast als letzter Gast. Immer wieder hatte sie dezent und ohne große Gesten die Anwesenheit der Signora ergänzt. So schritt es in das Elysium, das Personal ohne Worte begrüßend. Technik oder Waffen hatte es am heutigen Abend nicht bei sich, wie auch sonst wohl kaum.

Es schritt die Treppe hinab. Klack, Klack. Man konnte es im Vorfeld hören, dann sehen und wie immer war es eine Gestalt die man kaum übersehen konnte, so menschlich und wärmend, so befremdlich und irritierend. Wenn man es nicht kannte, konnte man sich einbilden schlicht einen Transvestiten vor sich zu haben und doch, jeder zweite dritte Blick zeigte, dass es weit mehr und vollkommen anders war.

Die Händen waren in weißen Handschuhen verborgen, reichten hinauf bis zu den Oberarmen und fügten sich nahtlos an die blasse Haut an. Nur dort sah man schwach die bläulichen Adern, die wie bei einem Menschen zu pochen schienen, hob sich die haut hervor. Die Gewandung, die Gestalt des heutigen Abends war festlich, dem Anlass entsprechend. Ein Kleid, umfloss den Körper, Schwarz und Weiß, ein Vortex in sich verschlugen und verjüngend zum Oberkörper hin, an den Seiten geschlitzt, bis fast zur Hüfte, zeigte die langen eleganten Beine.
Hochhackige Schuhe, aus schwarzem und weißem Lack waren an den Füßen zu finden, Unsicherheit beim Laufen indes in keiner Form. Der deutlichste Farbklecks war eine Stola aus einem blaugrünen Stoff, der locker über den Armbeugen lag und den freien Rücken bedeckte. Zudem eine Rose, eine Zeichnung, eine Tätowierung vielleicht, die von der Brust aufwärts bis zur rechten Wange verlief, eine blutig rote Rose, ein Blütenblatt direkt am Übergang vom Hals zur Wange, fünf der Blätter konnten unschwer gesehen werden, eines besonders groß, im Zentrum, die anderen, klein und kleiner werdend dort herum drapiert.

Die Haare kurz, modern, etwas stachelig gegelt, wie es eine der Modeströmung derzeit trug, Hippster. Das Gesicht, ansonsten recht ungeschminkt, und doch herber als sonst, männlicher, betonend. Nicht zuletzt dadurch, dass man einen Bartschatten erahnen mochte, wenn man wollte. Auch keine Brüste die vom Kleid bedeckt wurde, eine flache männliche Brust, trainiert, muskulös und ebenso blass wie der restliche Körper. Doch schmeichelte das Kleid zugleich dem Körper, das Oberteil kein Unterhemd, es betonte die Schultern und ließ die Arme frei. Die Taillie, um die viele Frauen es beneiden würden, ein geschwungenes Becken, das jeden Schritt betonte.
Wie immer ein Spiel zwischen Mann und Frau, nichts, beides und doch etwas Neues, etwas eigenes. Man mochte zig Details für beide Geschlechter finden, wenn man suchte und würde doch niemals sagen können, was und ob es ein Ursprung gab.

So betrat es dann, als eines der letzten Domänenmitglieder, kurz vor Zado erst, den Saal, die Augen wanderten über die Szenerie, blinzelten, hier und dort. Ehe es eintrat und den Mitgliedern den natürlichen und zustehenden Respekt zollte. Der ein oder andere mochte diese seltsame Form schon gesehen haben. Ein Fuß nach hinten gezogen, das Kleid leicht entfächert und doch auch eine Verbeugung, voller Ehrlichkeit und Respekt die Geste. Offen und menschlich und zugleich ein Bewegungsablauf der nur ein Akrobat schaffen würde. Zuerst der rechten Hand des Prinzen, der Erstgeborenen des eigenen Blutes, nur minimal weniger. Dann folgten die beiden anderen Ancilla, Balthasar und Zado, nicht weniger respektvoll als die anderen beiden zuvor und doch etwas weniger ausfallend. Die neugeborenen Ratsmitglieder folgten, wenn auch hier nur noch die Andeutung der fremdartigen Bewegung zu erkennen war. Dann würde man die eigenen Clansgeschwister aufsuchen, wie auch die Mitglieder des Herrscherclans. Freundlich, ungezwungen, ein Nicken, ein Lächeln. So offen und ehrlich, so menschlich und unbefangen.
Die Nosferatu würden vielleicht Überraschend sehr offene und ohne jedes Zögern Begrüßungen bekommen, wie leicht der Eindruck von… alten Freunden dabei aufkommen mochte, würde an deren Reaktion liegen. Von Scheue, Überraschung oder gar Ekel war nichts zu sehen in dem Verhalten des Rosenkindes.

Nur um dann die Runde zu beenden, bekannten Gesichter zu begrüßen. All dies, so es nicht angesprochen wurde, ohne jedes Wort, ein Tanz vielleicht, so natürlich und unbeschwert wie es manch einer kannte. Nur um zum Ende seinen Platz direkt neben der Signora Leta einzunehmen, einem Gespräch nicht abweisend gegenüber, doch scheinbar hatte es einen Platz eingenommen und wich nicht direkt wieder.

Ein direktes Statement für den heutigen Abend wohl.
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Re: [Mors certa, hora incerta] - Eröffnung, Versammlung 8/9/

Postby Robin Monditi » 11 Sep 2013, 14:03

Doch verweilte Robin nicht sonderlich lange auf dem gewählten Ort. Die Ventrue-Neugeborene Sara von Canstein trat auf es zu. Robins Blick verweilte einen Moment bei dem Königskind, ehe es zur eigenen Ancilla glitt und ohne jede Geste nickte es respektvoll zur Signora und trat dann auf die blonde Frau zu. Ein freundliches, entspanntes Lächeln auf den Lippen.

Fast mochte man glauben, die beiden Kainskinder würden sich ein Küsschen auf die Wange zur Begrüßung geben. Doch sie schritten zwei drei Schritte zur Seite und schufen eine unbeschwerte, angenehme Atmosphäre zwischen sich. Beide so unterschiedlich und doch gleich. Es wurden einige Worte gewechselt. Ungezwungen und beide auf ihre Art menschlich und sanft. Dann trat Friedrich zu ihnen und Robin lud den Clansbruder in die Runde mit ein. Stelte die beiden Kainskinder vor und überließ es ihnen die nächsten Worte zu wechseln.

Nach wenigen Minuten verabschiedete es dann aber die beiden Gesprächsteilnehmer und Friedrich begleitete das Rosenkind dann zurück zum Clan, zur Seite der Signora und Robin nahm schlicht wieder den zu Anfang gewählten Platz ein, nicht ohne der Erstgeborenen wie selbstverständlich, den Respekt zu zollen. So wie Sara auch zu ihrem Blut zurückkehrte.
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Re: [Mors certa, hora incerta] - Eröffnung, Versammlung 8/9/

Postby Marcel » 11 Sep 2013, 16:57

Pretorius von Richthofen verharrte in aller Ruhe an der Seite des Throns. Die Respektsbekundungen nahm er zur Kenntnis, die fehlenden vielleicht auch? Die schwarzen Augen waren gerade aus ausgerichtet. Der Körper ohne jede Regung. Die Arme hatte er hinter dem Rücken verschränkt, die rechte zur Faust geballt, die Linke die sie umschloss. Die Haltung aufrecht, unbeugsam. Vielleicht zu Aufrecht für jemanden welcher keinerlei Status sein eigen nannte. Vielleicht war er aber auch einfach nur ein guter Schauspieler. Als das Tor sich hinter dem Brujah schloss, kehrte das erst mal ein Funken von Leben die Gestalt des schwarzen Mannes. Einen Lidschlag lang wanderte der Blick auf den leeren Thron, ehe er einen Schritt nach vorne machte.

Die beiden Hände lösten sich während dessen aus ihrer Position, nur um sich nach dem der farbige wieder zum stehen kam,wieder zu vereinen. Zwei Mal trafen die Handflächen aufeinander und auch wenn die Bewegungen gering ausfielen, war das klatschende Geräusch die sie hervorbrachten mehr als deutlich zu vernehmen. Es pulsierte geradezu durch den Raum. Das zweite übertraf das erste und halte von den Wänden wieder. Der Rest der Körper des Unbekannten Mannes blieb während dessen nahezu Regungslos. Dann nahm er die vorhergehende Haltung wieder ein. Kein Wort kam über seine Lippen und so wartete er ab bis er die Aufmerksamkeit der hier versammelten nun gänzlich für sich beanspruchen konnte.

Wartete bis die Stille herrschte.


„Verehrte Ancilla,
Werte Neugeborene..
Mitglieder der Domäne Leipzig…“


Begann er. Die Stimme war tief und dunkel. Kraftvoll. Ein Hauch eines fremdartigen Akzents begleitete die einzelnen Silben.

„Unsere hochverehrte Majestät, Friedrich von Sachsen, Ahnherr vom Blute der Könige und Herr dieser Stadt hat die Mitglieder seiner Domäne in der heutigen Nacht hier versammelt um Gesetze zu erlassen, um Veränderungen zu verkünden. Jene zu Ehren welche sich um die Domäne verdient gemacht haben. Und jene Ächten welche sich an ihr Vergingen. Um seinen Willen durch meine Person verlauten zu lassen.“

Fuhr er schmucklos, direkt und ungeschönt fort.

„Aufgrund von Hochverrat, aufgrund des Bruchs der sechsten unserer heiligen Traditionen, verurteilt seine hochverehrte Majgestät Friedrich von Sachsen, Ahnherr vom Blute der Könige, Herr der Domäne Leipzig, die Malkavianerin... Morgaine zum Tode. So wie Sie das Blut des Neugeborenen Tore Björnsson vom Clan Brujah ohne jedes Recht vergoss, so soll auch ihr Blut vergossen werden. Von heute bis zur ihrer Vernichtung soll Sie wie ein Tier gejagt werden. Jene welche ihr bei ihrer Flucht helfen, sie in irgendeiner Form unterstützen und oder Informationen die zu ihrer Ergreifung führen könnten für sich behalten, soll das gleiche Schicksal ereilen.“

Eine kurze Pause folgte. Nur kurz wanderte der Blick des schwarzen in die Richtung der einzelnen Mitglieder vom Blute Malkavs, eden einzelnen von ihnen den er für einen Moment genauer musterte. Aus wachen, klaren Augen die scheinbar weiter sehen vermochten. Denen etwas unangenehm eindringliches zu Eigen war. Dann wanderte Blick auf Robin….auf dem er jedoch nicht ganz solange liegen bleiben wollte, nur um dann einen Augenblick den Russen, Kasakow zu betrachteten.

Ehe er wieder gerade aussah um die Allgemeinheit in Augenschein zu nehmen.


„Aufgrund seiner Verdienste in der Vergangenheit, aufgrund seiner Loyalität gegenüber seinem Prinzen, wird dem verehrte Balthasar von Schwarzburg, Ancilla vom Clan Gangrel, Blutvogt der Domäne Leipzig, Güldengossa als Lehen und persönliche Domäne verliehen.“

Nur kurz wanderte Blick in die Richtung der angesprochen Person, ehe er wieder gerade aussah.

„Desweiteren sei zum Wort der Aufnahme in Bezug auf Mitglieder der Camarilla welche den Status eines Neugeborenen innehalten und zukünftig gedenken Teil dieser Domäne zu werden, folgendes verkündet:

Das Recht der Aufnahme wird von heute Nacht an, dem jeweiligen Erstgeborenen des eigenen Clans in Verantwortung gestellt, so dieser mindestens den Status einen Ancilla mit sich führt, oder ersatzweise das Recht von seiner hochverehrten Majestät zugesprochen bekommen hat.

Mitglieder der Camarilla dessen Clans diese Vorrausetzung nicht erfüllen und den Status eines Neugeborenen ihr Eigen nennen haben sich ersatzweise beim Blutvogt der Domäne, dem verehrten Herr von Schwarzburg, Ancilla vom Clan Gangrel vorzustellen.“


Die Worte waren nüchtern. Routiniert. Nur kurz wanderte der Blick zwischen den Erstgeborenen der Clans Makavianer und Nosferatu hin und her, ehe er der Allgemeinheit wieder seine Aufmerksamkeit schenkte.

„Ebenso sei verkündet dass ab der heutigen Nacht, das Recht Blutsdiener zu schaffen für jene im Status eines Neugeborenen eingegrenzt werden.

Neugeborenen vom Clan Ventrue sei gestattet sieben Blutsdiener zu besitzen. Neugeborenen vom Clan Toreador fünf. Allen anderen Clans sind drei Blutsdiener gestattet. Ein erhaltenes Amt, der Titel des Erstgeborenen erhöht die Anzahl um jeweils einen.

Blutsdiener jeglicher Art sind binnen sieben Nächten beim verehrten Blutvogt anzumelden. Zu der Anmeldung gehören umfassende Informationen über die jeweilige Person: aktuelle Bilder, Namen, Adressen, Kontaktmöglichkeiten etc. Ebenso ist Jener über jede Form von Veränderung auf dem Laufenden zu halten.

Neugeborene Mitglieder vom Clan Ventrue, sind von dieser Form der Registration befreit.

Erstgeborenen ab dem Status eines Ancilla ist es gestattet, Neugeborenen ihres Blutes in Eigenverantwortung und in angemessenem Rahmen das Recht auszusprechen, über die Begrenzung hinaus weitere Blutsdiener zu schaffen.“


An dieser Stelle folgte eine etwas längere Pause. Der Blick wanderte durch die Reihen.

„So jemand unter den Anwesenden sein mag, der zu dem bisherigen Verlautbarungen irgendetwas gedenkt anzumerken zu wollen, unter Umständen etwas nicht völlig verstanden hat. Es Rückfragen irgendwelcher Art gibt.

So soll er vortreten…“
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