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[IT]Neujahrsempfang - Einlass


[IT]Neujahrsempfang - Einlass

Postby Charlotte von Preußen » 05 Jul 2012, 19:01

Neujahrsabend.

Die Luft ist eisig unter einem klaren Himmel. Die Sterne scheinen näher heute Nacht, Stecknadelköpfe im nachtschwarzen Samt. Sie sehen hinab... ob sie wohl um die Bedeutung wissen... was heute Abend wäre... und in Leipzig ganz besonders? Der Wind, der über den Marktplatz streicht, ist von sibirischer Kälte... flüstert von Dingen weit, weit entfernt, von Eis und Schnee und Väterchen Frost... der Osten ist nahe hier in Leipzig. Am Abend zuvor sind hier noch die Raketen in den Himmel gestiegen, laut und bunt und glitzernd begrüßten sie das neue Jahr. Heute abend liegt der Platz verlassen da, man schläft... das Feiern fort. Das Nachtvolk nicht.

Das Alte Rathaus. 1556 im Stil der Renaissance erbaut blickt es auf eine lange Geschichte zurück. Räte kamen und gingen, Bürgermeister, Stadtverwalter. 1905 enthob man es des Amtes und gab ihm eine neue Aufgabe. Heimat des stadtgeschichtlichen Museums ist es nun und zwei ständige Ausstellungen erzählen die Geschichte Leipzigs von Frühzeit zur Moderne. Das Haus ist Geschichte und Geschichte ist im Haus.

Man wird erwartet in dieser Nacht, kaum dass man das Gebäude betritt und von wartenden Bediensteten zum Ort des Geschehens verbracht... dem Festsaal. 53 Meter ist er lang, die Wände weiß, die Decke aus dunklem Holz gefertigt. Der weiße Marmorfußboden glänzt, die Stühle mit den roten Polstern hat man um Tische zu einer gewollten Abfolge gruppiert... ein wenig ist es wie Tanzen, einmal gelernt, weiß man wohin die Schritte führen.
Vor Kopf steht ein schwerer Tisch aus dunklem Holz, längs zum Raum, an welchem sich rechts und links sechs Stühle finden, alle von derselben reich verzierten Machart, dasselbe dunkle Holz, die roten Polster samtig glänzend im Licht der Kronleuchter. Davor, in den Saal hinein, finden sich weitere sechs Tische, ebenfalls mit Stühlen versehen, wenn auch in weniger aufwändiger Machart als die ersteren. In der Mitte würden rechts die Ventrue ihre Plätze finden, links davon Clan Toreador. Rechter Hand finden sich anschließend Clan Brujah und Clan Nosferatu, linker Hand Clan Malkav und Clan Gangrel.
An den Wänden, die Fensterfront ausgenommen, hängen Bilder, unten die der Leipziger Stadtrichter, oben diverse Fürsten der Umgebung, wenigstens lässt sich das kleinen Messingtäfelchen entnehmen, die neben den Porträts hängen. Vorn, in der Nähe des Eingangs, findet sich ein Modell der Stadt von 1823. Hier türmen sich Häuschen an Häuschen, formen Straßenzüge und Stadtteile. Am Nordende des Saales auf einer steinernen Empore sitzen ein paar Musiker in schwarz, zwei Geigen, Cello, Kontrabass, Querflöte, und die leise Musik klingt durch die Räumlichkeiten und vertreibt die Stille.

Bedienstete finden sich wie Schatten... verschwindend, wenn man sie nicht braucht, angeführt von einem Herrn in schwarz, distinguiert, weißes Haar, das Gesicht scharf geschnitten mit stahlblauen Augen. Er stellt sich als Alexander Lehmann vor, Bediensteter der Frau von Preußen, die Begrüßung stets respektvoll, aufmerksam... angemessen wie ein jeder es erwarten könnte. Er wäre der, der sich kümmern würde, um die Garderobe, Dinge, die abzulegen gewünscht wurde und all die anderen Kleinigkeiten, die bis zur offiziellen Eröffnung des Abends augenfällig werden würden.

Die Gäste indes werden sich nun im Saal wieder finden... offenbar ist noch Zeit für... was man auch immer zu tun wünscht.
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Re: [IT]Neujahrsempfang - Einlass

Postby Michail Kasakow » 25 Jul 2012, 21:59

Es war kurz vor 23 Uhr als der schwarze Rolls Royce der Phantom Klasse sich aus dem Verbund der kleinen Wagenkolone gelöst hatte nur um wenige Momente später vor dem einstigen Rathaus zum halten zu kommen. Der Beifahrer, welcher in einen schwarzen Anzug gehüllt war öffnete die hintere Türe, nach dem er sich einmal kurz umgesehen hatte. Der Mann war um die 30, hatte markante Gesichtszüge, die schwarzen Haare kurz geschnitten, der Blick war kühl und emotionslos. Nach dem der Brujah ausgestiegen war schloss sein Begleiter die Türe wieder und nahm den Platz ein, den er vor wenigen Momenten verlassen hatte.

Danach setzte sich das Gefährt wieder in Bewegung und vor davon.

Michail trug einen längeren schwarzen Wintermantel, darunter war er in einen maßgeschneiderten Anzug gehüllt. Schwarz dominierte das mehrteilige Kleidungstück welches die einzelnen Körperpartien seines Trägers zu unterstreichen wusste. Es waren teure Stoffe die man verwendet hatte und einzig aufgrund der Intensität der schwärze mochten gewisse Kontraste erkennbar sein. Einzig das dunkle weinrote Hemd brach etwas deutlicher aus dem Konzept heraus und war mit einem massiven Kragen ausgestattet, die darüber liegende Krawatte verschwand unter der enganliegenden Weste. Die dunkeln Knöpfe reflektierten das Licht schwach. Und auch die schwere metallische Armbanduhr die sein Handgelenk umschlang war in einem schwarzen Ton gehalten.

Ein paar Sekunden vor 23 Uhr trat der in die Richtung des Eingangs und so der Rest des Clans ebenfalls pünktlich wäre, würde er mit diesem auch gemeinsam den Ort des Geschehens betreten und dann dem typischen prozedere folgen.

Warten würde er jedoch nicht.

Sobald er im inneren war würde er sich erst einmal einen ersten Überblick verschaffen.
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Re: [IT]Neujahrsempfang - Einlass

Postby Morgaine » 26 Jul 2012, 17:46

Das Privileg es anders zu halten als erwartet?
Wenn es nicht Clan Malkav für sich beanspruchen darf, wer sonst. Jedenfalls erscheint Morgan la Fey kurz nachdem der schwarze Phantom Kasakows wieder entschwindet. Sie biegt einfach um die Ecke …zu Fuß… gehüllt in einen schwarzen langen Mantel mit passendem Pelzbesatz am Kragen, der sich um ihren Hals rumschmiegt , als gäbe es extra Punkte zu gewinnen. Das Haar zu einer überaus ordentlichen Banane gesteckt, dezenter Lippenstift, die Augen rauchig betont – wenn auch weniger im üblichen Gothic Look denn im Smokey Eyes Stil der 20ger Jahre.
Die Zigarette in der Spitze fügt sich ins Bild. Die bemerkenswert hohen schwarzen Schuhe mit roter Sohle klackern leise vor sich hin….im Takt mit einem zweiten Paar hohen Schuhen. Deren Trägerin Anna ist, wer sie denn kennt. Auch diese Trägt einen Mantel. Cremefarben.
Der Weg findet sich schweigend. Morgaine in ihrer Welt, scheinbar auf das Rauchen konzentriert, während Anna sich immer wieder mit großen Augen umsieht. Von da nach dort..und zurück, ein stetes Eindrücke sammeln.
Bevor beide von den dienstbaren Schatten eingesammelt und geführt werden, verstaut Anna Morrigans Zigarettenstummel in einer kleinen Dose, die wieder in der Handtasche verschwindet. Die Mäntel werden abgegeben. Morgaine hält sich in rot, das gleiche Rot welches auch die Sohle ihrer Schuhe ziert. Ein Seidenkleid mit freien Armen…lang, an der Seite geschlitzt, nicht zu hoch allerdings. Der Rücken frei. Makelos weiß die Haut, Überall. Auch keine weisse Strähne zu sehen im Haar. Zwei silberne Ketten. Ein Anhänger unter dem Kleid…der andere schmückend darauf. Passend zu dem sichbaren ein breites Armband. Beides mit glitzersteinen verziert. French Look Nägel. Wer sie noch persönlich gesehen hat, oder die Nase gern in Zeitschriften steckt erkennt zweifelsohne den Stil der frühen Coco Chanel wieder und obendrein steht es ihr gut – der Morgaine.
Anna hält sich in Rose…passend zu den Haaren, ein klassisches Abendkleid mit Fischtail und ein paar Glitzereinlagen. Rosa.
Wirklich Rosa.
Die Räumlichkeiten werden betreten und Morgaine schlendert in Richtung der Fenster…denn wenn man schon so früh da ist, will man doch wenigstens sehen…wer als nächstes kommt. Wer sich wie ins Szene setzt oder auch nicht. Sollten sich die Wege so führen…tatsächlich des Zufalls, dass sich ihr Blick und Michails kreuzen, wird er freundlichst bemerkt – aber der lieben Form halber ist das dann auch alles.
Als Morgana einen Beobachtungsposten ihr Eigen nennt, macht sich Anna auf dem Weg um sich den Herren Lehmann zu erobern, sich erkundigend , ob die Gebäudevorschriften eine besondere Örtlichkeit zum Rauchen vorsähen.
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Re: [IT]Neujahrsempfang - Einlass

Postby Margarethe Seide » 26 Jul 2012, 23:30

Kurz darauf fährt ein Taxi vor. Die klassischen Bezahlungsmodalitäten werden geregelt, dann steigt der Fahrer aus, öffnet mit einem Lächeln die Tür und bietet ihr seine Hand dar.
Zunächst erblickt ein kleiner, kupferroter Satinschuh mit leichtem Absatz und einer grünen Blüte darauf die Freiheit. Ein zweiter folgt nur wenige Zentimeter dahinter. Sie werden gefolgt von einer behandschuhten Hand in dem Grünton der Blüte auf den Schuhen. Am oberen Ende der langen gerafften Handschuhe sind kleine, kupferrote Blüten aufgenäht, die sich in den Falten verlieren. In einem leichtfüßigen Schwung folgt der Rest der jungen Frau mit den Kupferroten Haaren, deren Farbton sich mit der Farbe des Satins deckt. Das Kleid, welches sie umhüllt sitzt perfekt. Der identische Grünton, den man bereits an den Accessoires sehen konnte. Ein sattes dunkles Grün. Ein perfekter Kontrast zu den kupferfarbenen Locken, die teils offen über ihre Schultern wippen und teils kunstvoll hochgesteckt sind. Auch in der Steckfrisur und am engen Halsband der Frau finden sich Stoff und die Blüten wieder, die in Kleinstarbeit angefertigt wurden. Ausnahmsweise ist die Malkavianerin sogar geschminkt. Es wirkt als hätte hier ein Profi ganze Arbeit geleistet und ihr perfekte Smoky Eyes gezaubert bei denen ebenfalls ein wenig dunkelgrün im Lidschatten und etwas Kupfer auf der unteren Innenseite des Auges eingearbeitet wurden.

Das Kleid ist schulterfrei und sitzt tief genug, um ihren Brustansatz zu offenbaren, obwohl es sich vermutlich kein Stück in die falsche Richtung bewegen wird hat es dennoch zwei handbreite, geraffte Träger, die in der Mitte der Oberarme für noch mehr halt sorgt. In der Raffung verstecken sich winzig kleine Blüten. Diesmal in Kupfer, vielleicht fünf Stück pro Ärmel.
Bis zur Hüfte hin scheint ein Korsett eingearbeitet sein, auch wenn die Malkavianerin ohnehin eine sehr gute Körperhaltung hat, so scheint sie in diesem Moment noch besser zu sein und ihre Taille wirkt ebenfalls deutlich schmaler als üblich. Die gesamte vordere Seite des Kleides ist sehr schlicht geschnitten. Allerdings sind auch hier viele kleine rote Blüten zu entdecken. Sie wirken wie daraufgestreut. etwa auf der linken Kniehöhe fängt es an mit den Blütenblättern und zieht sich nach hinten Dort hat das Kleid wesentlich mehr Stoff.. ja sogar eine Schleppe, die mit einem Bändchen an ihrer linken Hand am kleinen Finger mit einer Schlaufe, auf der wiederum eine Blüte sitzt, befestigt ist. So kann sie zumindest theoretisch tanzen ohne zu stolpern, sollte sie jemand auffordern. Auf der Schleppe findet sich ein wahres Blütenmeer und aus sie den Rock beim aussteigen ein wenig anhebt erkennt man, dass dessen Futter ebenfalls kupferrot ist. Im Nacken der Malkavianerin ist unter ihren Haaren ein Schleier befestigt. Ebenfalls dunkelgrün aber aus einem durchsichtigen, sehr leichten Material, wodurch man die rote Schnürung des Kleides nur matt erkennen kann, genau wie das kleine Schleifchen, welches sich an deren Ende befindet.


Grinsend deutet sie eine Verbeugung an und scherzt kurz mit dem Taxifahrer und bedankt sich dann "Vielen Dank, Herr Schulz, ich wünsche noch eine angenehme und erfolgreiche Nacht." - "Danke Fräulein, Danke, werde ich haben. Aber vermutlich werden sie der Bezauberndste Gast diese Nacht bleiben. Ich wünsche ihnen viel Spaß auf ihrem Ball. Sie sehen einfach hinreißend aus. Eine schande, dass sie keinen Begleiter wollen, obwohl sie alleine dorthin gehen. Aber Sie werden bestimmt jemanden finden.." Maggi lacht, zwinkert ihm zu und geht in Richtung des Eingangs. Auch sie lässt sich von einem der artigen Schatten hineinführen. Abgeben muss sie nichts. Ihre kleine Clutch ist ebenso passend zum Kleid wie alles andere und wird von ihr in der Hand gehalten.

Als sie dann endlich den Festsaal betritt lächelt sie und sieht sich die Decke und die ausladende Dekoration an. Da es noch ziemlich leer ist fallen ihr die drei anwesenden Personen natürlich direkt ins Auge. Wie es sich gehört steuert sie auf ihre Erstgeborene zu. Lächelnd und scheinbar glücklich über deren Anwesenheit. Auch Anna wird gut gelaunt angelächelt.
Selbst in dem Licht des Saales bleibt der Glanz des dunklen Stoffes matt und mit jedem Schritt bewegt es sich leicht und geräuschlos.. so ähnlich wie Wasser..
Auf jeden Fall ist sie, noch mehr für jene die sie kennen, ein ungewohnter Anblick. Ihr Geschmack scheint sich vielleicht ein wenig ihrem Beruf angepasst zu haben.
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Re: [IT]Neujahrsempfang - Einlass

Postby Aaron » 27 Jul 2012, 13:22

Maggi hat wohl gerade schon rüber gemacht... in die andere Welt. Da ganz im Gegenteil zu dieser und ihrer Kälte... in den Traum von Leipzig, der da die Geschichte ist. Im Haus der Geschichten... mag man die ersten schon vorfinden. DIe ersten Toten dieser Nacht. Das Privileg, sich anders zu gestalten... wer, wenn nicht der Clan Malkav nennt es sein eigen? Sich im Leben und im Tode den eigenen Träumen so hemmungslos hin zu geben?

... dass wir und selbst die großte Lüge sind, mein Kind...

Ein Klacken ist es, das auffallen mag, zuerst. Zuvorderst die Metallspitze eines Ebenholzstockes, die sich auf dem Pflaster einen Halt gesucht. Klack... schält sich aus den Straßenschatten... ganz wie seine Erste schon es vorgelebt... ein Herrenschuh. Klassisches Modell. Alt/modisch. Leder so poliert, es glänzt im Schein der fernen Sterne. Ganz ein See, sich darin spiegelnd... seine Träume zu erleben... in Moria steht Durins Leiter... geht noch und nöcher, immer weiter... schwarz dann auch die Hose, Anzughose, die sich dort in leichtem Glanz den Schatten als das ihre bietet. Höher schimmert weiß die Seidenweste unter dem schwarzen Oberteil hervor. Da blinkt dann auch ein Goldkettchen, das sich spannt in Richtung einer jener Westentaschen, die sprichwörtlich und inzwischen beinah unbekannt ihr Dasein fristen. Weiß auch sin die Hände eingeschlagen, Handschuhe, die sicher keinen Schutz vor Kälte bieten. Den Hals umschmiegt ganz eng die weiße Fliege. Und schließlich auf dem Kopf ein schwarzer Zylinder.

Nur ein Monokel... fehlt. Aber sonst? Ein Frack in altertümlichen Schnitt, wie man es sonst nur noch von Schauspielern kennen möge wird heute vom Mondkind aus der Nacht in die Schatten getragen.

An Eingang gestattet er sich eine Pause. Lässt das Ensemble auf sich wirken. Den Mantel gibt er ab am Eingang, genau wie seinen Stock und die Handschuhe, die er im Zylinder verstaut wie ein Zauberer seine Häschen. Huscht dann auch schon hinein in den Bildbewehrten Raum der Gegenseitigkeit...

schenkt er dem Kosakov ein Nicken, nur um dann mit zielstrebigen Schritten zu seiner Ersten einzugehen. Maggie, die sollte ja auch da sein... und so ein kleines Klümpchen Wahnsinn bilden. Zu dritt sind wir. Die Hexen am Kessel. Und was sagte Macbeth zu ihnen?

How now, you secret, black, and midnight hags!
What is't you do?
A deed without a name.

Indeed.
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Re: [IT]Neujahrsempfang - Einlass

Postby Charlotte von Preußen » 28 Jul 2012, 21:26

Der Herr Lehmann ist... nett. Ein bisschen vielleicht wie Alfred vom dunklen Ritter. Distinguiert, aber kein Snob. Stilecht, aber nicht aufgesetzt. Er lächelt sogar, als Anna sich nähert und es ist mehr als höflich, nämlich freundlich, sogar herzlich... man fragt sich, wie er sich die Wärme bewahren konnte bei seiner Herrin. Rauchen innerhalb des Gebäudes wäre leider nicht gestattet, gibt er mit einem leisen Hauch von Bedauern zur Auskunft, museale Räume, die zu bewahren wären und deren alte Materialien sich nicht allzu gut mit Nikotin verstünden. Allerdings gäbe es einen kleinen Balkon, der vom Nebenraum aus zu betreten wäre, wenn sie wünschte, würde er jemanden rufen, der sie dorthin begleiten täte, um ihr die Örtlichkeit zu zeigen?

Ein wenig breiten sich seine Hände dabei aus, die Handflächen nach oben gerichtet... wie.. Kapitulation im Angesicht der Eroberung? Und in den blauen Augen glitzert´s leise.
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Re: [IT]Neujahrsempfang - Einlass

Postby Sophia Hel » 28 Jul 2012, 22:48

Punkt 23:00 Uhr ist es, als zwei Silhouetten sich aus der Nacht lösen und ihre Schritte in ruhiger Manier in Richtung des Einganges Lenken. Eine Frau im langen dunkelgrünen Mantel, schwerer Stoff, schmucklos auf Figur geschnitten und ein Mann. Die Haare dürften keinen Zweifel daran lassen, um wen es sich bei der Frau handelt. Rote voluminöse Locken, ungebändigt und vom Wind bewegt…so als würde die Kälte der Umgebung sie nur weiter entfachen ihr Feuer zu behaupten.
Ihre Augen, schwarz wie die Nacht zwischen den Sternen, grauschwarz geschminkt, matt und unbewegt, treffen auf Michael und ohne weitere Regung oder gar Worte führt sie ihre Schritte auf ihn zu. Gleich einen halben Schritt hinter ihr ist Richard. Nur kurz mag ein Zucken im Winkel der blassen Lippen auftauchen…so etwas wie ein Gruß, der sich nicht weiter bemüht.
Das Gesicht hat seine eigene tonlose Härte…und die im blassen Zustand belassene Haut der Wangen mag ihr übriges dazu tun. Heute Nacht, sagen ihre leeren Züge…ja, heute Nacht sind wir was wir sind. Tot, kalt, auserwählt und ewig in genau der gleichen Gestallt konserviert…und eben so wie es einem Auserwählten zu eigen sein mag, ist es als umschwebe ein Duft sie…eines das nicht die Nase explizit, wohl aber alle Sinne erregt und vielleicht den Einen oder Anderen in Reaktionen bringen kann…was immer die Reaktion ist, wenn man es mit der Sinnenspitze ertasten kann…diesen glühenden Willen mit explosivem Inhalt.
Sie hält nicht an und führt ihren Weg, die Spitze der Dreiergruppe bildend weiter.
Die Bediensteten und ihre belanglosen Worte nicht weiter beachtend reicht sie ihren Mantel und betritt den Festsaal. Keine gesonderten Figuren oder Verrenkungen, kein Werfen des Haares, kein Schwingen der Hüften…keine Fanfaren. Eine wie immer aufrechte Haltung und gerade Schritte, in Kraft geführt und dieses stete Innehalten…diese allen ihren Bewegungen sonst drunter liegende Trägheit ist heute Nacht nicht da. So als sei die Bremse Gelöst, das ewige Zurückhalten nicht eingeschaltet. So als sei es heute Nacht dem Zauber ihres Blutes in allen Belangen gestattet zu Sein.
Wenige weitere Schritte…ihr Blut mag folgen oder ausfliegen um hier und dort zu picken oder ihr folgen…die von dem silbrigen Glanz des dünnen Stoffes begleitet werden…lautlos auf den hohen Absätzen der silbergrauen Stiefeletten den Raum durchmessend. Eine offene Begutachtung mit totem Blick, die sie früher oder später zu dem Platz der Malkavianerin führen wird.
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Re: [IT]Neujahrsempfang - Einlass

Postby Michail Kasakow » 29 Jul 2012, 18:39

Der Brujah nahm den Auftritt seiner Erstgeborenen schweigend zur Kenntnis. Ein leichtes „Nicken“, das ein wenig tiefer ausfiel, jedoch nicht im Ansatz so tief wie man es vielleicht an einem nicht ganz so „öffentlichen“ Ort erwarten hätte können, war die einzige Erwiderung ihrer „Geste“. Dann folgte er ihr und ihrem Begleiter in das Innere des Gebäudes und würde als letzter seinen Mantel abgeben, sich kurz darauf aus dem Verbund und ihrem Schatten lösen und sich einen ersten Überblick über das hier und jetzt verschaffen.

Nur kurz wanderten die dunkeln Augen über die Anordnung der Tische und für meinen Moment zeichnete sich ein süffisanter Glanz in den Fenstern seiner Seele ab, doch so schnell jener mit Leben gefüllt war, so schnell war er wieder verstorben.

Es dauerte nicht lange da setzte er sich in Bewegungen und seine Schritte führten ihn in die Richtung der Bilder welche dort Aushangen, er betrachtete jene sehr Aufmerksam und schien sich nicht sonderlich dafür zu interessieren was da sonst um ihn herum geschah. Warum sollte es ihn auch? Interessant würde es erst noch werden? Oder doch nicht?
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Re: [IT]Neujahrsempfang - Einlass

Postby Morgaine » 31 Jul 2012, 19:20

I dare do all that may become a man;
Who dares do more is none.



Anna erwiderte noch Maggis Lächeln, als sich die Wege kreuzten. Dann steht Morrigan allein, als sich die tote Rothaarigen nähert. Erst ein Blick über ihre eigene Schulter hinweg zurück, nur ihr Profil dem Betrachter offenbarend. Hübsch in dieser Sekunde, dann wendet sie sich ein Stück Maggi entgegen, fängt den Blick der Jüngeren auf…starr…kühl…als läge ein Groll in ihren Gedanken. Kalt genug um über die Grenzen der Zweisamkeit hinaus Unwohlsein zu verbreiten. Als wolle sie die offenbare Freude in Maggis Gesicht etwas angemessen Gegenteiliges entgegen setzten. Wer…weiß schon, welche Dispute der Clan hinter verschlossenen Türen untereinander hegt. Die Begrüßung, die ihr zusteht, da der Gastgeber noch nicht zugegen ist nimmt sie schweigend an…und dann…winkt sie Maggi davon, als hätte sie genug vom Reden.
Nur einen Augenblick, bevor Aaron sich hinzufügt um seinen Teil zu tun, er mag sich der Kühle noch gewahr werden. Vielleicht…fühlt er sich wohl darin? Auch seine Begrüßung nimmt sie an…weicher wie es scheint. Dann….fast warm, als wolle sie den Unterschied zu Maggi deutlich machen. Doch auch er wird aufgefordert sich zu verselbstständigen. Offenbar, ist sie unwillig.
Oder..doch nur wankelmütig.
Ihr Blick gleitet aus dem Fenster hinaus und ihre Miene verliert jene Ausdrücke von Kälte und Wärme und spiegelt nur Aufmerksamkeit wieder. Wartende Aufmerksamkeit. So, wie man auf den Weihnachtsmann wartet. Oder den Postmann.


In dieser Zeit...lässt sich Anna von Lehmann weiter helfen. Das Glitzern in seinen Augen löst nur akutes Blinzeln aus, dann nickt sie verhalten...erkennt, dass er wohl nicht wissen wird, zu was sie nickt und führts auch aus. Dass sie sich gerne zeigen lässt wo.
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Re: [IT]Neujahrsempfang - Einlass

Postby Margarethe Seide » 01 Aug 2012, 16:07

Maggi nimmt die kühle Begrüßung hin. Macht einen artigen Knicks, wie es sich gehört und entfernt sich von ihrer Erstgeborenen. Ihre Laune scheint sich nicht verschlechtert zu haben. Vielleicht ist es ihr vollkommen egal, was ihre Erstgeborene von ihr denkt. Vielleicht weiß sie auch nur, dass dieses Verhalten ihr gegenüber gerechtfertigt ist. Schließlich ist Maggi nicht gerade ein Ausbund an Taktgefühl und Höflichkeit. So löst sie sich, nach einem lächelnden "Guten Abend Aaron" direkt wieder aus dem Klümpchen Wahnsinn und ist, wie so oft, alleine unterwegs. Die neu eintreffende Erstgeborene der Gelehrten weckt ihre Aufmerksamkeit. Kasakow wird zunächst zurückignoriert.
Margarethe steht im Raum. Stürmt natürlich nicht auf die Brujah zu, deren Aufmerksamkeit Morgaine gehört. Man will nicht stören. Also sieht man sich um. Kunst scheint ein beliebtes Objekt zu sein um sich zu unterhalten und dabei nicht so auszusehen, als sei mann verloren in dieser großen Halle. Allerdings kann sich die Malkavianerin nicht gänzlich an die Regeln halten und so muss sie zumindest den Rahmen des Bildes vor ihr berühren. Und nun? Den Russen kennen lernen. Nochmal? Och nö. Sie müsste ja auch erst zu der lockigen Brujah. Hm. Kunst. Kunst ist das schon irgendwie, aber eigentlich.. Eigentlich sind es nur Bilder. Auftragsarbeiten. Emotionslos. Leer. Nicht ganz das, was die junge Malkavianerin fesseln kann. Also doch weiterziehen. Vielleicht ist diese kleine Nachbildung der Stadt interessanter. Sie vermeidet es quer durch den Raum zu gehen. Bewegt sich an der Wand entlang. Geht sehr dicht an dem Russen vorbei. Sagt aber nichts. Immer erst die Erstgeborenen. Oder ist das so auch unhöflich? Sie ist unsicher. Es wird sich zeigen. Vielleicht will er sich ja vorstellen. Wer weiß. Sie aufhalten wäre jedenfalls unproblematisch, so langsam wie sie geht. Diese Schuhe mit den Absätzen. Sie sieht elegant darauf aus aber sie scheint vermeiden zu wollen durch laute Schritte aufzufallen. Oder fühlt sie sich darauf einfach nur unsicher? Elysien. Schreckliche Orte. Ihre Augen. Überall und nirgendwo.
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