„Hm“, machte der Setit, während er den Malkavianer nachdenklich beobachtete, und schien die verschluckten Worte mit Absicht nicht gehört zu haben. „Aus dem Nihilismus folgt ebenfalls Beliebigkeit, zumindest wenn man Nietzsche und Heidegger glaubt. Ebenso wie aus dem Determinismus. Es spielt so oder so keine Rolle, was man tut, lediglich die Gründe sind andere. Während Nihilisten, die sich ja auch gerne als Amoralisten bezeichnen, der Meinung sind, das ganze Leben, das menschliche Sein im Allgemeinen hätte keinen spezifischen Sinn und es wäre deshalb völlig irrelevant, was der Mensch an sich leistet, glauben die Deterministen, dass ihr Leben ohnehin bereits festgelegt ist und sie deshalb gar nicht mehr in der Lage sind, Entscheidungen zu treffen. Womit es sinnlos wäre, sich moralisch zu verhalten.“ Es folgte eine kurze Pause.
„Ich glaube Ihnen, wenn Sie sagen, der Nihilismus wäre Ihnen zuwider, und ich kann mich natürlich irren, doch für mich zeigen sich da schon einige Übereinstimmungen mit dieser philosophischen Richtung, jedenfalls was die Konsequenzen angeht. Auch ein Nihilist oder ein Deteminist würde sagen: Wenn es sowieso egal ist, was ich tue, warum soll ich dann nicht möglichst gut leben, auch auf Kosten anderer?“
Der Setit faltete die Hände zusammen. „Zu Ihrem anderen Punkt kann ich nur sagen: Sie mögen sich frei fühlen, doch zumindest was meine Weltanschauung angeht sind Sie es nicht, zumindest nicht solange Sie sich nicht von allen Fesseln gelöst haben, was offensichtlich nicht der Fall ist.“ Er nickte in Richtung seiner Uniform.