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Literaturhaus...Leipziger Allerlei (offen)


Re: Literaturhaus...Leipziger Allerlei (offen)

Postby Ashina » 17 Mar 2014, 21:12

...der wirre Geist und eine Frage drängt sich auf...die eine Frage, wie Solche es je geschafft haben mögen auch nur ein Jahr zu überstehen, zu existieren...und wie lange sie es wohl noch tun werden.
"Du bist nicht zäh...du bist dumm." sagt sie leise...wie die ganze Zeit eben ohne diesen Aufwand, den der Irre vor ihm betreibt in seiner lauten Stimme und seinen lächerlichen Bewegungen und so unbeeindruckt ist sie von diesem trüben Blick, der nicht imstande ist zu sehen...keine Augen, keine Ohren, keine Empfindung, keine Hinterfragung...diese Leiche vor ihr, der nichts gelernt zu haben scheint...der nichts als sich selbst aufzunehmen imstande scheint. "Wenn ich dich sehe, sehe ich Verschwendung...und genauso...verschwenderisch werde ich zu dir sein..." Mehr..? Nein, mehr scheint sie nicht für notwendig zu empfinden...die Nacht ist noch jung...die Sterne sind hell...der volle Mond sendet sein Licht...dahin...dahin.
Sie geht ruhig den Weg hinaus ohne auf irgendeine Reaktion zu warten...aber er kann...sicher...er kann wie er meint.
...Mögest du klug werden und nie vergessen, nie verzeihen und nie verharren.
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Re: Literaturhaus...Leipziger Allerlei (offen)

Postby Leopold von Schlüsselburg » 18 Mar 2014, 22:20

Ruhig war der altmodisch gekleidete Herr geworden bei ihren Worten, aber kaum mehr nachdenklich. Schließlich...zuckte er mit den Achseln.
"Siehe!", flüsterte Leopold und sah der Brujah mit aufgerissenen Augen nach, "Dieser Becher will wieder leer werden und wieder Mensch werden..."
Ein schiefes Grinsen verzerrte das Gesicht, mehr ein schlechter Versuch, wahnsinnig zu wirken, als echte Freude.
"Sehen wir also, wer den volleren Becher hat, Fräulein", flüsterte Leopold ihr nach und wandte sich um. Demonstrativ entfernte er sich in die andere Richtung. Es gab für ihn schließlich keinen weiteren Grund zum Gespräch.
Der Mensch hat eine wahre Wollust darin, sich durch übertriebene Ansprüche zu vergewaltigen und dieses tyrannisch fordernde Etwas in seiner Seele nachher zu vergöttern.
- Friedrich Nietzsche
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Leopold von Schlüsselburg
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