by Charlotte von Preußen » 28 Oct 2012, 18:03
Die Ventrue hatte dem Eintretenden in aller Gelassenheit entgegen gesehen. Keine Überraschung, aber auch kein selbstverständliches Erwarten zeichnete sich auf ihrer Miene ab, im Gegenteil. Da war nur Ruhe und leblose Gesichtszüge, ebenso kühl wie das helle Eisblau ihres Kleides. In diesem Moment des Wartens, das auf die Verneigung des anderen folgte, war es sie, die den Kopf in einer Geste neigte, die sowohl von Erlaubnis als auch Aufforderung sprach mitzuteilen wofür man schlussendlich gekommen war. Die Rede selbst verfolgte die Königin weiterhin reglos und erst jemand anders vermag es endlich ihr eine Regung abzuringen Das Lachen der Brujah lässt eine der schmalen, geschwungenen Augenbrauen die Stirn hinauf wandern, die dort weiterhin verharrt als Sophias Worte folgen.
"Pflichte und Rechte werden vergeben und sie werden entzogen, wenn man scheitert." Der leisen Stimme der Ventrue, die die Worte der Brujah wie zu sich selbst wiederholt, gelingt es mühelos, die einkehrende Stille wieder in ihre Schranken zu verweisen. So stimmlos gesprochen und dennoch vermögen die Worte es auch den letzten in diesem Raum zu erreichen. "Welch weisen Worte, Frau Hel."
Der Blick der Königin verlässt nun endlich den Besucher, auf dem er bislang noch immer ruhte und mit dem Drehen des Kopfes legen sich die rauchgrauen Augen nun endlich auf das Feuer der Brujah.
"Wie sie weiterhin rechtmäßigerweise feststellten sind sie nicht der Gastgeber dieses Abends und so sie schon die... Forschheit besaßen mir das erste Wort ihrer... Spontaneität geschuldet zu verwehren, so sollte ich ihnen nun vielleicht meinen Dank aussprechen, dass sie es mir nun anschließend so großzügigerweise überlassen?"
Ihr Tonfall ist für den Augenblick fast sanft... oder wenigstens ohne Schärfe, aber eine Antwort scheint sie nicht zu erwarten, denn sie fährt fort, noch nicht einmal lauter, aber mit zunehmender Kälte.
"Als Gastgeberin dieses Abends erwarte ich angemessenes Verhalten im Sinne unserer Gesellschaft. Ich erwarte, dass sich ein Ancilla unserer Gesellschaft an diesem Abend dahingehend bewusst ist, dass die Augen sämtlicher Mitglieder dieser Domäne auf ihm ruhen, dass er sich der Verantwortung und der Vorbildfunktion, die mit dieser Position und einem entsprechenden Amt einhergeht, vollständig bewusst ist und nach jenen Maßstäben agiert."
Für einen Moment hält sie inne und lässt die Worte einfach so stehen.
"Als Gastgeberin dieses Abends dulde ich nicht, dass man die Werte unserer Gesellschaft mit Füßen tritt und denen den Respekt und das Ansehen verwehrt, die sich bereits um die Camarilla und diese Domäne verdient gemacht haben, als andere diese Stadt noch nicht einmal betreten hatten. Ich dulde nicht, dass man ein ehrenwertes Mitglied meines Blut diffamiert, einen Prinzen und Ancilla, dessen Recht und Ansprüche ihm von einem Ahnherren meines Blutes übertragen wurden. Ich akzeptiere kein Verhalten, dass die Traditionen und Werte unserer Gesellschaft zu missachten versteht. Sollten sie keine Motivation verspüren sich an diese Maßgaben zu halten, Frau Hel, steht es ihnen selbstverständlich frei diese Versammlung zu verlassen."
Für einen letzten Augenblick lang betrachtet sie die Brujah... Eis und Feuer, fast wie ein Klischee, dann richtet sie ohne eine Antwort abzuwarten ihren Blick erneut auf den Gast.
"Als Gastgeberin dieses Abends heiße ich sie willkommen, Herr Freyberg und danke ihnen für die Nachrichten betreffend ihrer hochverehrten Majestät Adolf von Zezschwitz, Ancilla vom Clan der Könige, Prinz der Domäne Leipzig. Fühlen sie sich frei an diesem heutigen Abend teilzuhaben, so dies ihrem Wunsch entspricht."