Pekaboo - I see you [St.V.d.P.Center, Mittelschicht] (offen)


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Postby Maldito Muerte » 07 May 2016, 00:06

Location nähe OZ Park, Mittelschicht

Sie begannen in den frühen Abendstunden sich zu versammeln.
Familien, Gruppen von Freunden, Bekannte. Bewaffnet mit Grillzeug, Kohle, Bier - all den Sachen, die ein Leben schöner machen und ein wenig Musik aus der Dose.
Ein bunter Spiegel durch die Gesellschaft der Mittelschicht, Gesichter wie sie hier lebten und arbeiteten. Ein jeder so besonders und so einzigartig mit seiner Geschichte, wie es ein Mensch für sich nur sein konnte. Hier nun versammelten sie sich zu einem geselligen Treffen das durch eine Art Mund-zu-Mund Propaganda durch die Bewohner der Region gezogen ward. Hier, in der Nähe der städtisch bestellten Freiflächen war es auch schnell abzusehen das die verlorenen Seelen die dort in der Nähe herumirrten einen Weg an einen der Tische fanden.
Als sei man sich allgemein einig, hatte hier jeder seinen Platz. Alle waren willkommen, denn jeder der hier seinen Weg her fand hatte ein Recht dort zu sein und bewirtet zu werden.
Ein junger Mann mit seinem Sohn ging gemütlich mit seinem Jungen Hand in Hand auf die Anlage zu, in dessen eingewinkelter Grünfläche sich die Menschen versammelten. Das Gebäude im Hintergrund war noch immer bewirtschaftet und teilweise sogar bewohnt, was dazu führte das einige der Anwohner selbst Gast beim gemeinsamen Abendessen waren.
Ein fröhliches Hallo tönt aus der Menge heraus und mit freundlichen Gesten werden die beiden Neuzugänge empfangen. Sie zogen einen kleinen Karren hinter sich her auf dem ein paar Klapptische und Bänke gestapelt waren. Mit fröhlicher Betriebsamkeit bereitete man sich hier auf den Abend vor... der Geruch nach gegrilltem Fleisch hing schon in der Luft und über einem Fassgrill dampfte ein schwerer Topf mit Deckel aus dem es jederzeit einen nahrhaften Bohneneintopf gab.

Die alte Hexe zog ihre Bahn zwischen den Menschen und war mit den ersten hier gewesen. Sie kennt sie alle. Jedes einzelne Augenpaar, jedes Gesicht. Jede Hand und die dazugehörige Geschichte. Das Netz, in dem sie verwoben sind. Mit einem Lächeln sagt sie allen hallo, ist bald hier, bald dort... und während die Nacht näher rückt erinnern sich mehr und mehr der einzelnen Geister ihrer Geschichte. In wallendem Leinen gekleidet wie stets hatte sie hier keinen kleinen Altar für sich aufgebaut. Lediglich in der Nähe einer vorbereiteten Feuerstelle, gab es ein Sitzlager mit etwas das aussah wie Fell und Sackleinen in Form einer Lagerstätte. Je näher der Sonnenuntergang rückte, umso näher war sie dieser Sitzsammlung.

So wogten und wanderten sie, die Menschen.
Sie alle hatten ihre Ressourcen zusammengelegt, gemächlich, ohne Hast und Aufregung.
Die Gemeinschaft hatte etwas tröstliches. Jeder für sich wusste um sein eigen Los in der Geschichte und die sachte Düsternis die damit einhergeht trugen sie alle mit sich. Hier in ihrer Gemeinschaft, mochte sich jeder daran erfreuen nicht alleine zu sein.
Die Musik aus der Konserve wurde langsam weniger und ein Duo aus Guitarrenspielern stimmte sich allmählich ein und erzeugte zusammen mit ein paar von den Gästen eine fröhliche Melodei die sich wie ein Reigen durch die Gassen schlich.
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Re: Pekaboo - I see you [St.V.d.P.Center, Mittelschicht] (of

Postby Maldito Muerte » 09 May 2016, 10:57

Mit langen Messern konnte man an die Feuerstellen kommen und sich ein Stück abschneiden.
Es gab Grills mit Würsten und eine ganze Bank voll mit den Variationen der Saucen die man gekauft oder selbst hergestellt hatte. Brot in rauhen Mengen, selten hatte tatsächlich jemand Geld und Zeit einen Salat zu machen und mitzubringen. Vielen war es einfach auch nur genug, einfach da zu sein.
Es waren nicht wenige Gesichter die sich ihren Platz irgendwo gesucht hatten und dort waren, saßen und die Welt beobachteten. Niemand blieb hier wirklich allein auf lange Zeit, es gab immer jemanden - wenn es nicht einfach nur eines der Kinder war - der vorbeikam und hallo sagte, einen kundigen Blick für das Wohlergehen hatte.
Keiner von ihnen musste alleine über seiner Welt brüten, das war eines der erklärten Ziele dieses Abends. Jeder der allein war hatte hier einen besonderen Platz... für sich selbst und doch inmitten einer Gemeinschaft. Niemand war verloren.


Hell aber leise dringt die Stimme von Baba über den Platz und begleitet die beiden Guitarrenspieler. Es hat keinen Text was sie singt, mehr eine Ansammlung von Lauten die dazu geeignet ist die Melodie zu stützen und zu formen. Sie spielt mit den Instrumentenführern und wie sie es tut lockt sie in anderen den Wunsch es ihr gleich zu tun... denn es ist so einfach. Mitsummen, irgendwo gegen klopfen, mit dem Ring an der Flasche dengeln. Mit der Grillzange klappern. Die Sonne war dabei unterzugehen und diese Gruppe von unglücklich Glücklichen fand, wenn sie nicht aß oder sprach, etwas neues spannendes zu tun. Ihr Klang plätschert durch die Welt und trägt ein gutes Stück... die Melodie ist einfach und entspringt dem einfachen natürlichen Verständnis des Menschen für Musik und Harmonie. Uralt. Einfach.


Unabhängig davon ob die Kinder durch ihre Reihen wuselten oder nicht gab es kleine Inseln wo geraucht wurde. Naturgemäß halten sich die meisten Kids davon fern oder werden sacht auf ihren Platz verwiesen wenn sie sich nähern... mehrere Gruppen von alten Männern hocken beieinander und genießen Zigarren und Wasserpfeifen. Einige spannende elektrische Pfeifen dieserart wurden in Gruppen herumgereich und es ging ein stark süßlicher Geruch von dort aus, der sachte Eindrücke von Betäubung hinterlässt wenn man davon atmet. Es gab ein paar Kohleschalen in denen findige Hände das Grillen eingestellt hatten und Dinge begannen zu verräuchern wie Weihrauch und andere Harze. Zu dem wunderbaren Geruch nach Essen und Willkommen, mischte sich also noch der Dunst von weit und exotisch. Die besondere kulturelle Vielfalt der Beteiligten trug sicherlich dazu bei.
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Re: Pekaboo - I see you [St.V.d.P.Center, Mittelschicht] (of

Postby Maldito Muerte » 02 Aug 2016, 13:00

Die Sonne geht gemächlich unter und während die Schatten länger werden rücken die Menschen näher zusammen. Sie hatten sich alle über die Zeit kennen gelernt und ihre Geschichten ausgetauscht, viele die hier nur zufällig hergekommen waren hatten einen Platz gefunden an dem sie nun satt und träge sein konnten. Ein gemütliches Fest war im Gange während das Licht mehr und mehr schwand,
Noch immer fand hie und da ein Mensch zu ihnen dazu, vor allem da die Musik der Instrumente leise und filigran durch die Welt zog und auch neugierige Nasen aus ihren Löchern locken mochte, einfach nur um nachzusehen was in der Nachbarschaft für eine Sause war.

Das Feuer brannte und trieb die Schatten lodernd an die Häuserwände. Die Sitzplätze um diesen Kreis dort waren die begehrtesten und hier saß meist, wer das Feuerholz herbeigebracht hatte oder gebrechlich vom Alter... oder von besonderer Würde. Baba fällt nahezu garnicht auf unter den vom Alter und der Zeit gezeichneten Gesichtern dort denen neben dem sehnsuchtsvollen Blick in die Flammen eine düstere Geschichte gemein scheint. Ab und an sprechen sie leise miteinander doch je tiefer die Dunkelheit außerhalb ihres Kreises, desto ruhiger wird es um die lodernden Flammen. Die Instrumente hatten ihren eigenen kleinen Feuerkorb und eine gemütliche Ansammlung von Kissen und Holzbänken die mit einigen Fellen zum langen Verweilen einluden - doch wer dort saß würde über kurz oder lang ein Instrument zur Hand nehmen müssen. Und wenn es nur die Klanghölzer waren.

Während Baba mit geschickt nebensächlichen Bewegungen kleine Beutel in das Feuer warf begannen schwere Düfte aufzusteigen nach Weihrauch und anderen, exotischereren Kräutern. Eine einzelne, weiße Rauchsäule steigt in den Himmel auf und verliert sich wieder, während die Flammen einen blaugrünen Rand bekommen. Kleine Spielereien deren Effekt auf die Gesichter im Feuer verheerende Auswirkungen hat. Hohlwangig, alt und vom Tod gezeichnet sehen sie alle mit angespannten Gesichtern in die Flammen und spüren die Hitze auf ihrem Gesicht, wie sie ihre Augäpfel trocknet, die Haut spannt.
Es geht völlig unter das sich ein neues Gesicht sich in ihre Reihen gemischt hatte.
Der alte Mann hockte auf dem vorbereiteten Platz als habe er sich dort schon Ewigkeiten befunden und niemand nahm Anstoß daran. Er fügte sich Nahtlos in die Reihen dieser Gesichter ein und doch, die Finsternis in seinen Augen war tiefer als alles was diese runzligen Gesichter aufbringen konnten. Schwer und süß streift der Rauch über den Boden und seine Finger rühren kurz darin, wallen sie leicht auf und zeichnen ein Muster. Als wäre das Zeichen verabredet, nickt die eingeschworene Gemeinschaft wie sie dort sitz und murmelt ein einzelnes Wort in einer lang vergessenen Sprache.
Da waren sie nun, gemeinsam... der alte, eingeschworene Kreis jener die wussten, wie es um ihren Teil der Stadt stand.
Jeder sprach der Reihe nach, berichtete in knappen und rauhen Worten über die Geschicke der Nachbarschaft...
Und jeder von ihnen fügte an, welche Blume unter ihren Händen gedieh, beschwor die Namen von Familien welche erblühten... und begierig hing der alte Mann an all ihren Lippen, ohne seinen Blick von den lodernden Flammen abzuwenden. Reglos und stumm saß er dort, genoss seinen Rapport.
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