Die Straßen von Austin [Mitte Austin, Slums] (offen)


Die Straßen von Austin [Mitte Austin, Slums] (offen)

Postby Rafael » 04 Apr 2016, 23:12

Die Nacht ist mild. Es liegt etwas in der Luft, eine Spannung, etwas Positives allerdings. So, als würde sich etwas entwickeln, etwas verbessern. Oder es ist einfach nur sein Wunschdenken. Aber wenn es gut läuft, würden sich heute vielleicht ein paar Dutzend Menschen Menschen weniger töten als sonst.

Er geht gemächlich die Straße entlang. Der Gehsteig hier ist mit allerlei Kram zu vollgestellt, um sich einfach bewegen zu können, aber falls das hier jemals eine Verteidigungsposition gewesen sein sollte, ist diese schon lange abgebaut worden, aus Gründen der Materialbeschaffung wohl. Nein, das hier war Unrat, Abfall, Müll.

Die Menschen hier grüßen manchmal zurück. Die die ihn kennen sowieso, aber auch Fremde; sie scheinen überrascht, ob seiner Kleidung, seiner Haltung oder seines Grußes, aber das geht in Ordnung. Er will sie kennen lernen, die Menschen hier. Esteban hat ihm davon abgeraten, aber er versteht das nicht, versteht nicht, dass man Kontakt halten muss, wenn man Teil der Gesellschaft bleiben will, aber diese auch eine Nahrungsquelle darstellt.

Dort drüben gibt es eine Auseinandersetzung. Sie stört seinen Frieden, also kann er auch gleich hingehen. Als er näherkommt, fällt er den beiden Streitenden nicht auf, bis er fast bei ihnen ist. Dann bemerken sie ihn und sind zu irritiert von ihm, um ihren Streit aufrechtzuerhalten. Sie beantworten seinen Gruß, der erste von ihnen zögernd, der zweite Mann allerdings sehr direkt. Er geht bald weiter.

Esteban wird sich bei dieser Szene wahrscheinlich näher an ihn heran bewegt haben, aber die Anweisung ist klar - nur im eingetretenen Notfall eingreifen.
Der Tango kommt aus den Slums, nicht vom Parkett. Wenn man das nicht mehr sieht oder spürt, dann ist er tot.
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Re: Die Straßen von Austin [Mitte Austin, Slums] (offen)

Postby Abigail Green » 11 Apr 2016, 22:30

Der viel zu teuer gekleidete Mann fiel hier sofort auf. Er bewegte sich mit einer Selbstverständlichkeit und Gelassenheit durch die Straßen, die seine Erscheinung nur noch auffälliger machten.
Viele grüßten ihn. Er schien dem ein oder Andern hier bekannt zu sein. Abby hatte ihn noch nie gesehen, aber sie war auch noch nicht so lange hier.

Es war nicht schwierig den Mann auszumachen, der ihm folgte. Vermutlich eine Art Bodyguard. Zumindest konnte Abby sich nicht vorstellen, dass ein schmächtiger Mann wie er, der seinen Wohlstand so spazieren trug, sich ohne Bodyguard in die Slums wagen würde.

Er hatte ihre Aufmerksamkeit. Solange die Situation es erlauben würde den Beiden unauffällig zu folgen, würde Abby es tun.


[Geschick + Heimlichkeit: 1, 4, 6, 6, 8, 9, 9]
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Re: Die Straßen von Austin [Mitte Austin, Slums] (offen)

Postby Ray Anderson » 11 Apr 2016, 23:34

Nacht für Nacht das gleiche: Jagd nach Blut und Jagd nach Geld in verschiedenen Gebieten aber in selben Slumsteil. Vielleicht war es das Ray mit jemanden ein wenig über seine Vergangenheit gesprochen hatte vielleicht auch nur ein wenig Langweile, aber er verspürte ein wenig Nostalgie und so ging er heute auf die Jagd nach Blut (BP 7) und machte sich auf den Weg in das Viertel seiner Jungend. Nach gut 90 Minuten Fußmarsch war er mitten in Austin und sah den Mann in teuer Kleidern er nicht ins allgemeine Bild der Slums passte, er sah den Bodyguard, sah den Mann Leute grüßen, sah dass diese zurück grüßten und sah in Schatten gut verborgen die junge Frau, die den Beiden folgte. Und so würde er aus Neugier den beiden Herren und der Verfolgerin folgen.
(Wahrnehmung+ Aufmerksamkeit 2, 8, 9, 6, 7, 10 SW6 5 Erfolge)
(Beschatten Geschick+ Heimlichkeit 4, 7, 8, 8, 7, 2 SW6 4Erfolge)
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Re: Die Straßen von Austin [Mitte Austin, Slums] (offen)

Postby Michael Pryce » 12 Apr 2016, 00:18

Michael war in dieser Nacht etwas unauffälliger gekleidet, als es vielleicht sonst der Fall war. Dennoch mochte er nicht so ganz in die Umgebung der Slums passen. Sein schwarzer Mantel mit dem hohen Kragen war sauber und aus gutem Stoff. Seine Hände hatte er in den Taschen vergraben, als er die Straße entlang ging. Die traurigen Gestalten von Menschen, die ihm entgegen kamen, machten einen großen Bogen um ihn, so als würden sie spüren, dass dieser Mann kein angenehmer Geselle war.
In Gedanken versunken nahm er zunächst von seiner Umgebung nicht viel war und mochte sich nicht um die Menschen in seiner Umgebung scheren, waren sie doch nur daran interessiert, dass sie schnell von ihm weg kamen. Bis sich schließlich ein junger kräftiger Mann in Michaels Weg stellte. Michael, aus Gedanken gerissen bemerkte ihn erst spät, so dass Michael stehen blieb, als das Messer, welches der Mann gezückt hatte, nur noch wenige Zentimeter von seinem Gesicht entfernt war.


"Ey, Alter! Rück schon die Kröten raus! Na mach schon!"

Michael antwortete nicht gleich, sondern fixierte den Mann mit seinen Augen und sein Blick bohrte sich in die Augen des Räubers. Die traurigen Gestalten von Menschen, die noch in der Nähe waren suchten schnell das Weite, denn sie wollten mit dem nun drohenden Szenario nichts zu tun haben und schon gar nicht involviert werden. Michaels Blick, so kalt und unmenschlich, machte den Mann offenbar sehr nervös und er begann mit dem Messer vor Michaels Gesicht herumzu fuchteln.

"Halt still!"

Der junge Mann erstarrte, als sich der Befehl aus dem Mund und den Augen des Kainiten in das Gesicht und in den Willen seines Opfers gruben. Seine Stimme, befehlsgewohnt und keinen Widerspruch duldend, verfehlte seine Wirkung nicht. Er entnahm der Hand des jungen Mannes das Messer, doch der Arm und die Hand des jungen Mannes blieben ausgestreckt, denn auch wenn er wollte, konnte dieser keinen Muskel mehr rühren. Michael überlegte noch, auf welche Weise er diesen dreisten Menschen töten wollte, als er aus der anderen Richtung einen auffällig gut gekleideten Herren in seine Richtung kommen sah. Auch wenn Michael den Namen nicht kannte, so glaubte er doch, ihn schon einmal gesehen zu haben. In einer Mischung aus Missmut und Verachtung knurrte er dem jungen Mann zu.

"Verpiss Dich schon!"

Der junge Mann fiel hin und begann zu wimmern, bis er sich zitternd und eingenässt aufrappelte und das Weite suchte. Das Messer verschwand in der Manteltasche, als er Rafael entgegenblickte und diesen auffällig musterte. Selbst blieb er stehen und rührte sich nicht. Auch den Bodyguard betrachtete er musternd...was ein Zufall. Von etwaigen anderen Personen schien er nichts zu bemerken.

[Wahrnehmung + Aufmerksamkeit" gewürfelt: 7, 7, 7, 2]
Der größte Feind der neuen Ordnung ist,
wer aus der alten seine Vorteile zog.


Niccoló Machiavelli (1469 - 1527), italienischer Staatsmann und Schriftsteller
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Re: Die Straßen von Austin [Mitte Austin, Slums] (offen)

Postby Rafael » 12 Apr 2016, 20:18

Esteban ist ruhig. Sie werden verfolgt, er hat den Kerl gesehen, aber das ist hier fast normal. Immer wieder ergeben sich Situationen, in denen er denkt, dass er eingreifen muss, aber meistens wird es doch irgendwie ohne ihn gelöst. Rafael meint manchmal, er würde auch alleine gut zurechtkommen, aber Esteban hat da so seine Zweifel. Er hält noch mehr Abstand, das schafft auch Distanz zwischen Rafael und ihrem Verfolger.



Eine interessante Vorstellung. Einem Straßenräuber das Fürchten zu lehren war nur wenigen Menschen gewaltfrei vergönnt. Kurz denkt Rafael an sein Erlebnis vor dem "Cellar Door" zurück. Da wollte er eigentlich schon längst wieder vorbeisehen...

Er nähert sich dem Dunklen; andere mögen sich in den Schatten wohler fühlen, aber eine offene Vorgehensweise mindert einfach Missverständnisse. Der andere scheint ihn zu erwarten; eine spontane Reaktion oder hat er hier auf ihn gewartet? Das wird heute wohl eine andere Unterhaltung als gewöhnlich.


"Guten Abend, der Herr. Ist das Wetter nicht hervorragend für einen nächtlichen Spaziergang? Ich kam nicht umhin, Ihren Umgang mit dem anderen mitzubekommen, der jetzt eilends entschwunden ist. Ist alles in Ordnung?"
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Re: Die Straßen von Austin [Mitte Austin, Slums] (offen)

Postby Abigail Green » 12 Apr 2016, 20:49

Oh Nein - hatte der Bodyguard sie etwa bemerkt? Warum sollte er sich sonst zurück fallen lassen?
wenn Abby nun ebenfalls langsamer würde, würde sie garantiert auffliegen. Also behielt sie ihr Tempo bei, folgte weiter der Straße und passierte Esteban, so als hätten sie auf den letzten Metern nur zufällig den gleichen Weg gehabt.

Dadurch steuerte sie nun geradewegs auf Rafael und Micheal zu.

Sie war zwar etwas angespannt, weil sie die misstrauischen Blicke Estebans in ihrem Rücken zu spüren glaubte, bemühte sich aber, sich das nicht anmerken zu lassen. Sie ging nicht besonders schnell, ihre Hände waren frei und auch sonst vermittelte ihre Körpersprache keinerlei Angriffsbereitschaft.

Ihre Sinne waren geschärft. Sie lauschte aufmerksam, in der Hoffnung eine Bewegung in ihrem Rücken rechtzeitig wahrnehmen zu können.
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Re: Die Straßen von Austin [Mitte Austin, Slums] (offen)

Postby Ray Anderson » 12 Apr 2016, 23:06

Der Bodyguard war gut, er hatte ihn, die junge Frau, die Ray fast selbst übersehen hätte, oder beide entdeckt und fiel zurück. Ob der Mann den der Bodyguard beschützen sollte, die junge Frau oder der Mann in schwarz der den Straßenräuber so gut eingeschüchtert hatte und jetzt von den anderen Angesprochen wurde bemerkt hatten wusste er nicht.

Die Frau ging weiter, als sei sie nur zufällig auf den selbst Weg wie die beiden Männer, ein gute Taktik wenn man ruhig blieb und bei Fragen warum sie hier sei oder warum sie den Mann verfolgt hatte gut lügen konnte. Da Ray nicht wirklich gut lügen konnte nutze er eine andere Taktik und baute auf seine Gabe sich vor anderen zu verbergen und das Ganze erst mal weiter zu beobachten. Ob es ihn gelingt wusste er nicht, er wusste nur dass ihn keiner sehen durfte. Und so hoffte er dass die junge Frau für genug Ablegung sorgte. Was nicht der Fall war denn als er sich auf die Szene vor vertieft war wurde er von ein alten Mann mit zerzausten langen Bart und ebenso zerzausten langen grauen Haar von hinten und mit den Worten, "Mach Platz, ich muss eine Ratte für mein Magen finden" beiseite gestoßen so dass Ray ein Metalltonne umstieß. Soviel zu verborgen blieben. Ray guckte den alten Rattenfänge der an ihn vorbei ging, einerseits belustigte über den Alten, anderseits würdend darüber dass dieser ihn in Schwierigkeiten gebraucht haben könnte, hinterher. Ray ging weiter auf die zufällige Versammlung zu, jetzt blieb ihn auch keine andere Wahl mehr, aber er hatte den Vorteil dass er wohl nur lügen müsste wenn er die Frau decken wollte.
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Re: Die Straßen von Austin [Mitte Austin, Slums] (offen)

Postby Rafael » 13 Apr 2016, 16:03

Esteban unterdrückt einen Fluch. Das Mädchen geht zu zielgerichtet auf die beiden da vorne zu, als dass es ein Zufall wäre. Und der Kerl da hinten hat sich nach der Rempelei auch für den Weg nach vorne entscheiden, wie's aussieht. Was mit dem Alten ist, kann man noch nicht sagen, aber der tut wenigstens so, als würde ihn das alles nich' interessieren. Ob er Verstärkung rufen soll?

Ach, was soll's, bis die da wären, ist hier sowieso alles gelaufen. Wenn er zumindest den Kerl einfach umnieten könnte, aber das wäre Rafael nicht recht. Bei solchen Dingen war er schlimmer als der verdammte Papst. Aber das hieß ja nicht, das man nichts machen könnte.

Er tritt zwei Schritte zur Seite und sieht sich den Kerl an - praktischer Haarschnitt, abgewetzte Jeans, nichtssagendes Gesicht, ziemlich dünn, aber das hat ja nicht zu sagen in diesen Kreisen...

"Hey Kumpel, alles klar?"

Vor Ray stellt sich der vermeintliche Leibwächter auf die Straße, die Hände in der Jacke verborgen. Von der Statur her sah er einigermaßen stabil aus, aber was ihn gefährlicher erscheinen ließ, war sein Blick. Er legte keinen Wert auf Augenkontakt, sondern pendelte seinen Blick etwa in Brusthöhe, vielleicht etwas tiefer; ein. In manchen Kreisen gilt ein Blick in die Augen als aggressiv und provokant; noch scheint Esteban nicht auf eine Keilerei aus zu sein.
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Re: Die Straßen von Austin [Mitte Austin, Slums] (offen)

Postby Ray Anderson » 13 Apr 2016, 16:42

Drei-Tage-Bart und graue Augen runden das Bild ab.

Ray blickte Richtung des Bodyguard, die Hände in den Taschen und kein Blickkontakt. Der Typ wollte keinen Ärger und Ray auch nicht, also waren seine Hände gut sichtbar außerhalb von seinen Taschen. Und jetzt das schwerste reden. (Schwäche Dauerhafte Fangzähne)

"Ja alles Bestens. Und selbst?"

Lächeln tat Ray nicht, es wäre sicher konterproduktiv jetzt ein Raubtierhaftes Lächeln zu zeigen.
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Re: Die Straßen von Austin [Mitte Austin, Slums] (offen)

Postby Rafael » 13 Apr 2016, 21:10

"Geht so. Ich will eigentlich 'ne ganz ruhige Nacht haben; meinste, da is' was dagegen einzuwenden? Ich denke, dass du einfach neugierig bist; weiß nich', vielleicht kann ich dir 'ne Frage beantworten und alles is' gut?"

Die Sprache ist einfacher, nuscheliger geworden. Welche jetzt seine natürliche Kommunikationsform ist, ist schwer auszumachen.

Sobald Estebans Blick auf Rays Mund fällt, ändert sich zwar seine Position nicht, aber seine Haltung wirkt etwas gedrungener, als würde er sich ducken - wahrscheinlich aber eher, um weniger Angriffsfläche zu bieten, als dass er sich wirklich kampfbereit macht.
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